Interview (Archivversion)

Interview

Ivano Beggio, 58, Boss der Aprilia-Gruppe, über die neue Laverda SFC 1000.

?Wann kommt die SFC 1000 auf den Markt?Die Hightech-Version mit Öhlins-Fahrwerk, Titan-Schalldämpfern, aus dem Vollen gefrästen Alurädern und -schwinge sowie Kohlefaser-Komponenten bauen wir Ende 2003 in einer limitierten Auflage von 549 Stück. Genauso viele produzierte Laverda in den siebziger Jahren von der SFC 750. In der Hightech-Variante kostet sie um 25000 Euro. Gegen Ende 2004 bringen wir dann eine günstigere Version ohne Titan und Aluminium, für die mir ein Preis von etwa 13000 Euro vorschwebt.?Sie haben Laverda und Moto Guzzi vor zwei Jahren übernommen, außerdem besitzen Sie Aprilia. Wie wollen Sie die drei Marken positionieren?Laverda dort, wo heute zum Beispiel MV Agusta steht: im Bereich der traditionsreichen Supersportler. Guzzi bleibt hauptsächlich im Tourer-Segment, und Aprilia soll den Markt der jüngeren Motorradfahrer abdecken.? Werden wir Laverda wieder bei einer WM sehen?Geplant haben wir das, allerdings nicht gleich, denn die Marke muss sich das Geld für Rennen selbst verdienen. Wir bauen 2004 eine SFC mit Vollverkleidung und wollen einen Markencup, die Formula Laverda, ins Leben rufen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die SFC in der Superbike-WM startet, wo das Reglement ab 2004 seriennahe Motorräder vorsieht, was die Teilnahme billiger macht. Aber auch die Langstrecken-WM ist für Laverda interessant.?Viele Laverda-Fans hatten einen Dreizylinder erwartet. Glauben Sie, dass die jetzt vom Zweizylinder enttäuscht sind?(Lacht) Das sollten sie eigentlich nicht, schließlich habe ich mein Versprechen gehalten und die Marke wieder belebt. Aber im Ernst: Laverda hat ja nicht immer Dreizylinder gebaut, das waren nur die letzten Modelle. Die SFC 750 zum Beispiel war ein Zweizylinder, wenn auch in Reihe und nicht als V. Aber zum einen ist der V-Motor das modernere Konzept, zum anderen bediene ich mich natürlich so weit wie möglich der Technik, die ich schon habe. Und unser V2 ist erprobt, zuverlässig und wird ständig weiter entwickelt – in der SFC 1000 wird er 133 PS leisten. Das ist doch was, oder?
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