Interview (Archivversion)

Interview

Aprilias Grand-Prix-Direktor und Chefingenieur Jan Witteveen zu den
GP1-Plänen des Werkes.

? Sie gelten als Zweitakt-Magier. Tut es Ihnen nicht leid, dass dieZweitakter durch das neue Grand-Prix-Reglement ab 2002 verschwinden?Ich denke nicht, dass sie verschwinden. Zum einen bleiben ja die 125er- und250er-Klasse wie bisher, zum anderen glaube ich nicht, dass in der neuenGP1-Klasse künftig nur Viertakter fahren werden.? Aber es geht doch um mehr Leistung. Und da ist ein Viertakter überlegen.Das stimmt schon, theoretisch hole ich aus einem 1000er-Viertakter mehrLeistung als aus einem 500er-Zweitakter. Aber das Problem ist doch: Wiekriege ich die Leistung auf die Straße? Schon in den letzten Jahren bekamen die Rennmotorräder immer mehr PS, dennoch blieben die Rundenzeiten gleich.? Aprilia soll an einem Drei- und einem Vierzylinder arbeiten. Wann gibt es dazukonkrete Informationen?Erst, wenn wir unser Motorrad fertig und auf der Rennstrecke getestethaben. Sicher ist aber, dass wir andere nicht kopieren werden, sondern auf eineeigene, europäische Lösung setzen. Wir wollen perfektionieren, was wir gut können.? Ist die GP1 für relativ kleine Hersteller wie Aprilia nicht zu teuer?Die Entwicklung ist sicher teurer als bisher, aber andererseits erhoffenwir uns ja alle ein größeres Publikumsinteresse durch das neue Reglement, und dann bekommt man über Sponsoren auch wieder mehr Geld zurück. Außerdem haben wir ja schon oft genug erlebt, dass nicht unbedingt das Team mit dem grössten Budget gewinnt. Insgesamt halte ich die GP1 für eine spannende Herausforderung. Wir werden ganz unterschiedliche technische Konzepte zusehen bekommen. Wir von Aprilia hoffen natürlich, dass unseres dasRichtige ist.
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