Interview (Archivversion)

«Moto Motion kann sich bewerben“

Vizepräsident Dieter Herz zur Entscheidung der OMK, die TV-Rechte an der Superbike-DM öffentlich auszuschreiben.

? Die deutsche Föderation OMK hat die TV-Rechte an der Superbike-DM der Vermarktungsagentur Moto Motion entzogen. Warum dies?Entzogen ist nicht der richtige Ausdruck. Denn es bestand noch nie ein schriftlicher Vertrag zwischen der OMK und Moto Motion über die TV-Rechte an der Superbike-DM. Es bestand lediglich eine mündliche Absprache. Und dieser vertragslose Zustand soll nun beendet werden. Bisher haben die OMK-Trägerverbände ADAC und DMV die Fernseh- und Marketingrechte für die von ihnen zu genehmigenden Serien selbst in Anspruch genommen. Jetzt wurden sie der OMK übertragen. ? Warum wird dieser Vertrag dann nicht einfach geschlossen?Bereits 1992 hatte die OMK Moto Motion vorgeschlagen, anstelle von Einzelverträgen mit den Veranstaltern einen Globalvertrag mit der OMK zu schließen. Zu diesem Vertrag ist es jedoch leider nicht gekommen. Nun werden die TV-Rechte eben öffentlich ausgeschrieben, und jeder kann sich darum bewerben, auch Moto Motion. ? Gibt es überhaupt Bewerber außer Moto Motion?Ja, nur die möchten wir derzeit nicht nennen.? Und welche Summe soll der künftige Nutzer zahlen?Es geht hier nicht um Geld für die OMK. Die OMK hat bisher kein Geld erhalten. Nur die Vermarktung muß im Sinne der OMK laufen, und der künftige Rechtenutzer muß für die Finanzierung sorgen.? War die Vermarktung mit Moto Motion denn nicht in Ordnung?Was die Superbikes betrifft schon, es gibt aber noch drei weitere Inter-DM-Klassen, die bislang überhaupt nicht berücksichtigt wurden.? Wird die Debatte um die TV-Rechte nicht vorgeschoben, um im Dauerzwist zwischen Moto Motion und OMK Punkte für die OMK-Seite gutzumachen?Ich will nicht verhehlen, daß wir mit Moto Motion Probleme hatten. Das beginnt beim Terminkalender und endet mit einem eigenen Ticketsystem, das Moto Motion in der Vergangenheit unterhalten hat. Das schafft Verwirrung und Unzufriedenheit bei den Veranstaltern und den Aktiven. Letztlich geht es der OMK nicht um eine Auseinandersetzung, sondern um klare Verhältnisse im deutschen Motorradsport.
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