Japan gegen Europa (Archivversion)

Hurra, wir leben doch!

Vor 15 Jahren gab man keinen Pfifferling mehr auf die europäische Motorradindustrie. Mit veralteten Konzepten kämpften die Hersteller ums nackte Überleben. Heute tritt das Abendland selbstbewusst gegen die Großmacht aus dem Fernen Osten an.

Europäische Motorräder? Toll. Zum Anschauen. Aber haben wollte sie in der Vergangenheit kaum jemand. Öltriefende Motoren, bockelharte Fahrwerke, steinzeitliche Bordelektrik und horrende Preise forderten echten Enthusiasmus. Wer ungetrübten Fahrspaß erleben wollte, griff lieber auf einen Japaner zurück. Heute sieht die Sache etwas anders aus. Nicht zuletzt, weil das Abendland inzwischen ungeniert auf fernöstliches Know-how zurückgreift. Gepaart mit dem Mut raffinierter Designer, die ihre Ideen unbehelligt von Großserien-Zwängen durchsetzen können, bringt die alte Welt ein faszinierendes Modell nach dem anderen hervor, während man im Land der aufgehenden Sonne aufgrund des weiter und weiter ansteigenden Yen-Kurses jede Investition hundertmal überdenken muss. Ob Europa allerdings schon das Zeug dazu hat, die Japaner abzuhängen? Eine brisante Frage, die in sieben Vergleichstest geklärt werden soll.
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