Katos Tod aufgeklärt? (Archivversion)

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Honda-Werkspilot Daijiro Kato war beim GP-Auftakt am 6. April 2003 in Suzuka mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Schutzmauer geprallt und 15 Tage später seinen schweren Verletzungen erlegen. Nun liegt der Abschlussbericht der Untersuchungskommission der Universität Tokio vor. Aufgrund der aufgezeichneten Telemetrie-Daten vermuten die Experten einen Highsider, in Folge dessen Kato auf die linke Seite seiner RC 211 V geschleudert wurde, die Bremse nicht mehr erreichen konnte und deshalb mit zirka 170 km/h gegen einen Schutzwall prallte. Der befindet sich an dieser Stelle nur einen Meter neben der Strecke.Dennoch blieben so manche Fragen offen. So wird das elektronische Betätigungs-system der Drosselklappen, das so genannte »ride by wire«, dem viele Insider eine mögliche Mitschuld gaben, gar nicht erst erwähnt. Auf Nachfrage antwortete ein Kommissionsmitglied: »Jeder Hersteller hat Industriegeheimnisse.« Eine Antwort, die Spekulationen Raum lässt. Genau wie die Tatsache, dass Honda den Motor bereits geöffnet hatte, ehe ihn die Kommission zu Gesicht bekam.
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