Kesselring, Gunter: Interview (Archivversion)

Interview

Gunter Kesselring, 42, Diplom-Pädagoge, macht Konzepte für titus communications.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem IVM?
Der IVM hat sich umgeschaut, wer erfolgreiches Jugendmarketing betreibt. Titus macht das seit 25 Jahren – vom
Ausrichten der Skateboard-Weltmeisterschaft über Europas größten Skateboard-Mailorder mit mehr als 30 Läden allein in Deutschland. Also, so unterstelle ich mal, sagte sich der IVM: Wir kennen uns mit Motorrädern aus, die sich mit Jugendkultur, das ergibt zusammen mehr Aussicht auf Erfolg.
Warum ist das Motorradfahren für Jugendliche heutzutage
so uninteressant?
Das Motorrad ist vom Freiheitssymbol jugendlicher Rebellion zum Freizeitprodukt erwachsener Wochenendbe-
schäftigung geworden. Vom Rock ’n’ Roll zum Hobby! Die Jugendlichen wissen zwar oft noch nicht, was sie wollen – aber sie wissen, was sie nicht wollen: so sein wie die Alten und Etablierten.
Skaten und Motorradfahren – gibt es da Gemeinsamkeiten?
Ich glaube, dass ursprüngliche
Motorrad-Werte mit denen von Skatern vergleichbar sind. Skateboarder sind die Rocker von heute. Rebellen, die einfach das tun, was sie wollen. Urban und wild, unerbittlich, anspruchsvoll und frei. Bisschen Artistik, bisschen Aufregung und bisschen Illegalität. Das Skateboard besitzt genau das Potenzial an »Erwachsenen-
untauglichkeit«, das Jugendliche zur Demonstration ihrer eigenen Welt benötigen.
Was für ein Programm wird bei den IVM-Veranstaltungen geboten?
Wir werden im Sommer Festivals beglücken, mit Stunts, Dragster-Rennen und anderen Shows in der »Spirit Area«. Im »House of Spirits« gibt es Musik, Filme, Ausstellungen. Der perfekte Platz, um einzutauchen in die Welt von Reifen und Riffs, Motorrädern und Musik. Nachgelegt wird im Herbst. Dann geht die Spirit
Tour mit angesagten Rockbands in dreißig Städten auf Clubtour.
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