Pit Beirer wird 1998 neben dem Amerikaner Tallon Vohland im offiziellen 250er Werksteam von Yamaha stehen. (Archivversion)

«Endlich richtiger Werksfahrer“

? Pit Beirer, sie erleben derzeit die erfolgreichste Saison Ihrer Karriere. Der dritte WM-Endrang dürfte nach der Verletzung von Kawasaki-Werksfahrer Sébastien Tortelli sicher sein. Warum dann der Wechsel vom Schweizer PAMO-Honda-Team zu Yamaha?Weil ich endlich auf einer richtigen Werksmaschine sitzen möchte und nicht auf einem mit Kitteilen aufgemotzten Serien-Crosser wie bisher.? Macht das denn so einen großen Unterschied? Ihre Resultate beweisen ja eher das Gegenteil.Die Unterschiede sind größer als man denkt, besonders beim Fahrwerk. Zudem die Werksfahrer alle überarbeiteten Teile schon vor der Saison austesten. Wir hingegen haben in dieser Saison zum Beispiel sechs Läufe auf neues Material warten müssen. Erst danach lief´s besser.? Wie kam der Vertragsabschluß mit Yamaha zustande?Ich hatte Angebote von allen Werksteams. Insofern konnte ich mir das mit dem besten Umfeld aussuchen. Honda schied aus, weil das Team von Stefan Everts’ Manager geführt wird. Bei Kawasaki wäre ich nur die Nummer zwei hinter Tortelli gewesen. Dasselbe gilt für Suzuki und Marnicq Bervoets; so blieb Yamaha die beste Wahl.? Seit vielen Jahren sind Sie auf Ihren Betreuerstab mit Uwe Reinbold als Mechaniker, Werner Schwärzel als Techniker und Ludwig Reinbold als Mentor fixiert. Werden Sie diese Struktur in das Werksteam integrieren können?Nein. Uwe wollte zum Saisonende aus familiären Gründen ohnehin aufhören, und mit Werner muß ich die geschäftliche Beziehung beenden. Das geschieht allerdings in allerbester persönlicher Freundschaft. Allein die räumliche Distanz hätte vieles erschwert.? Heißt das, Sie ziehen ins Basislager des Yamaha-Teams?Ja, ich werde die meiste Zeit in der nächsten Saison in Parma in Italien verbringen, wo das Yamaha-Team und Teamchef Michele Rinaldi stationiert sind. Dort haben wir sechs Top-Traings- und Test-Strecken in einem Umkreis von 20 Kilometer.? Wann werden Sie das erste Mal auf einer Yamaha sitzen?Im November gehen wir drei Wochen nach Japan, um die nächstjährigen Werksmaschinen zu testen und abzustimmen.
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