Poensgen, Robert: Nachruf (Archivversion)

Herz und Seele

In der Nacht zum 1. August 1996 starb Robert Poensgen im Alter von 76 Jahren. MOTORRAD-Leser kannten den Robert gut. Im Heft gab er regelmäßig Antwort auf Leserfragen. Auf Messen und Motorradfesten zauberte er hinter seinem dicht umlagerten Stand am Computer und fand darin fast jeden Testbericht, der jemals in MOTORRAD erschienen war. Der Robert wußte eben in Sachen Motorrad Bescheid wie kein zweiter. Aber der Robert war nicht nur ein Motorradmann von hohem Verstand, er war es auch mit Herz und Seele: Selbst im tiefsten Winter fuhr er aus seiner Heimatstadt Horb mit dem Bike in die Stuttgarter Redaktion, um im Archiv zu stöbern und mit den Kollegen zu fachsimpeln. Und er hat mit dieser Leidenschaft seine Kinder infiziert. Sohn Bert ist Vertriebschef bei Suzuki, Sohn Hatto war Redakteur bei der Motorradzeitschrift PS, und Enkelin Katja tritt erfolgreich in der 125er DM an.Seinen Beruf, den Journalismus, hat Robert Poensgen von der Pieke auf gelernt - als Tageszeitungsredakteur und bei vielen Motorrad- und Autozeitschriften. In dieser Zeit sind Geschichten entstanden, wie nur der Robert sie schreiben konnte. So zuckelte er für MOTORRAD einmal mit der Saxonette von Horb nach Schweinfurt und machte aus diesem herrlich verrückten Unternehmen eine Story voller Witz und Engagement. P.S. Ein Robert Poensgen ist nicht leicht zu ersetzen, einen geeigneten Nachfolger zu finden dürfte seine Zeit brauchen. MOTORRAD-Leser werden sicher dafür Verständnis haben, daß sich die Beantwortung ihrer Fragen etwas verzögert.
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