Richtig vorbereitet zur HU (Archivversion)

Prüf-Bericht

Mit der richtigen Vorbereitung besteht das Bike die alle zwei Jahre anstehende Hauptuntersuchung ohne Probleme. MOTORRAD war mit einer Maschine beim TÜV und zeigt anhand der Prüfpunkte, worauf man achten sollte.

Die Zeiten, als der nahende TÜV-Termin ein flaues Gefühl in der Magengrube so mancher Biker verursachte, sind vorbei. Nicht, weil das Monopol des TÜV mittlerweile Geschichte ist und Hauptuntersuchungen (HU) nach § 29 StVZO auch von anderen Prüforganisationen durchgeführt werden, sondern weil die meisten Motorräder heutzutage in einem gepflegten und vorschriftsmäßigen Zustand vorgeführt werden. Umso größer ist dann die Überraschung, wenn die Prüfplakette doch mal verweigert wird. Meist sind es nur leichte Mängel wie ein erblindeter Scheinwerfer, abgefahrene Bremsbeläge oder Blinker ohne ECE-Prüfzeichen, die eine kostenpflichtige Nachuntersuchung erforderlich machen. Im Prinzip also Kleinigkeiten, die man bei einer Kontrolle der Maschine rechtzeitig erkennen und häufig ohne großen Aufwand beseitigen kann. Um diese Durchsicht zu erleichtern, hat MOTORRAD einem Prüfingenieur des TÜV Süddeutschland bei einer HU über die Schulter geschaut. Wie die Bilder verdeutlichen, geht es hierbei vor allem um die Verkehrssicherheit des Motorrads. Daran sollte man sich auch beim Vorabcheck orientieren. Nach dem Regelwerk der StVZO darf der Prüfer darüber hinaus die Plakette nur dann erteilen, wenn das Bike den Vorschriften entspricht. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn beispielsweise der Rückstrahler oder ausreichende Radabdeckungen fehlen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich hierzu rechtzeitig beim Prüfinstitut seiner Wahl erkundigen. Der TÜV Süddeutschland bietet seine Hilfe bei Fragen zur HU auch über das Internet an (www.tuev-sued.de). Außerdem kann man eine Checkliste fürs Motorrad per Fax-Abruf unter 01805/11515544 anfordern. Die Preise für eine HU sind bundesweit nicht einheitlich geregelt. Der Gesetzgeber schreibt in der Gebührenordnung lediglich einen Kostenrahmen vor, der bei Motorrädern von 40 Mark bis 55 Mark reicht. Wird eine Nachuntersuchung fällig, muss diese innerhalb eines Monats erledigt werden. Während dieser Frist wird nur eine Nachuntersuchungsgebühr erhoben, die deutlich unter dem normalen Satz liegt. Soll im Rahmen der HU auch Zubehör in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden, empfiehlt sich eine vorherige Terminabsprache, da nicht jeder Prüfer die Befugnis hierfür besitzt. Bei einer Eintragung muss neben dem Gutachten der Fahrzeugbrief vorgelegt werden – für eine HU genügen der Fahrzeugschein und für nicht eintragungspflichtiges Zubehör eine entsprechende ABE.
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