Röhlig, Peter: Interview (Archivversion)

Interview

Peter Röhlig, 42, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Schleizer Dreieck, zu den verzögerten Umbauplänen der thüringischen Rennstrecke

? Herr Röhlig, das Schleizer Dreieck führt ja ausschließlich über öffentliche Straßen. Die zugesagten Fördermittel des Landes Thüringen für einen zeitgemäßen Streckenumbau liegen aber noch auf Eis. Damit auch der Umbau?Nein, der Bebauungsplan ist bereits genehmigt. Jedoch haben wir die Aufträge für die Immissions-Gutachten vorerst gestoppt.? Also doch kein neues Schleizer Dreieck?Doch, es stellt sich momentan nicht die Frage, ob wir das Geld erhalten, sondern aus welchem Fördertopf. Nur darum dreht sich die Diskussion. Daß wir Geld vom Land bekommen, dafür hat uns Wirtschaftsminister Franz Schuster sein Wort gegeben.? Wieviel Geld schießt das Land zu? Man spricht, der Umbau soll 60 Millionen Mark kosten, davon bezahlt ein Drittel der ADAC, ein Drittel private Investoren, ein Drittel das Land.Summen werden Sie von mir keine erfahren, doch stimmt, daß wir noch private Investoren suchen. ? Wie lange dauert der Aufschub des Baubeginns?Wir wollten im Frühjahr 1999 mit dem Neubau beginnen. An diesem Termin halten wir derzeit noch fest.? Welche Teile der Strecke werden umgebaut?Es wird eine komplett neue Strecke geben. Und zwar im Dreieck westlich der heutigen Startgeraden. Die Sperrung der Landstraße für unsere Veranstaltungen bereitet auf Dauer Probleme.? Wenn wider Ihrem Erwarten die Fördermittel nun doch nicht fließen und der Neubau flachfällt, bleibt das Schleizer Dreieck bei der Vergabe der Top-Rennserien weiterhin außen vor. Kann die Piste dennoch auf Dauer wirtschaftlich gesund betrieben werden?Derzeit schreiben wir schwarze Zahlen. Immerhin kamen zum DM-Lauf im August auch ohne Pro Superbike 40 000 Leute zum Rennwochenende. Allerdings sind die Zuschauerzahlen leicht rückläufig. Das heißt, mittelfristig könnte es eng für uns werden.
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