Schwantz, Kevin: Interview (Archivversion)

Interview

Rennlegende und Stardrifter Kevin Schwantz kommt mit seiner Suzuki School nach Deutschland

Kevin, wie haben Sie die Zeit seit Ihrem Rücktritt Ende 1995 verbracht? Nach meinem Rücktritt spielte ich ein bisschen Autorennfahrer in Amerika und Australien, bis ich mich 1999 entschloss, in den Motorradrennsport zurückzukehren. Zuerst als Berater des Suzuki-Teams. Im Jahr 2001 eröffneten wir dann die Kevin Schwantz Suzuki School in Road Atlanta. Fehlt Ihnen der Rennsport als Aktiver? Einige Freunde vermisse ich schon. Die Arbeit mit dem Racing-Team von Suzuki hält mich aber nah genug am Rennsport, so dass ich den Sport nicht vermisse. Durch meine Schule sitze ich auch selbst oft genug im Sattel. Motorradfahren würde ich vermissen, Rennen zu fahren dagegen nicht. Wie steht’s denn um Ihre körperliche Verfassung nach all den Verletzungen? Mein Handgelenk schmerzt ein wenig. Aber das ist schon alles. Ich kann noch Motorrad fahren und überhaupt all das tun, was ich gern tue. Wie ist Ihre Rennfahrerschule denn strukturiert? Die Kevin Schwantz Suzuki School ist keine Rennfahrerschule, es ist eine – sagen wir – leistungsorientierte Fahrschule. Wir versuchen, unseren Schülern ein sicheres und souveränes Fahren beizubringen. Wir wollen die Teilnehmer nicht in Rennfahrer verwandeln. Wir unterrichten gewöhnliche Straßenfahrer und Fortgeschrittene. So kann jeder etwas dazulernen. Unterrichten Sie selbst? Wir haben einen Chef-Instruktor, mit dem ich die erste Hälfte des Tages die Teilnehmer in Theorie unterrichte. Nachmittags begleite ich abwechselnd meine sechs Gruppen-Instruktoren auf dem Motorrad. Und was lernen Ihre Teilnehmer? Kurventechnik und vor allem, vernünftig zu bremsen Zum Schluss: Wenn Valentino Rossi zu Ihrer Zeit gefahren wäre, hätte er auch Sie besiegt? Nein, er wäre Dritter geworden. Hinter mir und Wayne Rainey.
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