Scott Russell testete Yamaha-Superbike (Archivversion)

Comeback

Der November ist eigentlich der einzige Monat, den Profi-Rennfahrer abseits jeglicher Rennstrecken verbringen. Nicht so Scott Russell. Der Superbike-Ex-Weltmeister wollte unbedingt so schnell wie möglich sein neues Arbeitsgerät kennenlernen, das Yamaha-Werks-Superbike YZF 750. Im herbstlich kalten Misano blieb dann zwar von geplanten zwei Testtagen nur noch ein halber übrig, da es den Rest der Zeit in Strömen regnete. Russell, in den letzten beiden Saisons auf der 500er Werks-Suzuki unterwegs, war dennoch zufrieden. »Ich konnte trotz Problemen mit der Sitzposition - Colin Edwards sitzt viel weiter vorn auf dem Bike - erkennen, daß die Yamaha gut genug ist, um damit zu gewinnen«, resümierte er, »vielleicht ist sie nicht ganz so schnell wie die Honda oder Ducati, aber dafür ist das Fahrverhalten hervorragend.«Die Techniker des im italienischen Monza angesiedelten Yamaha-Werksteams wiederum waren von Russell angetan: »Ganz im Gegensatz zu seinem unzuverlässigen Image macht Scott einen hochprofessionellen Eindruck«, so Cheftechniker Fiorenzo Fanalli, » ich glaube, die Arbeit mit ihm wird sehr erfolgreich sein. Und das wichtigste ist, daß abgesehen von der Sitzposition Russell und Edwards sehr ähnliche Aussagen über das Bike machen. Das ist natürlich sehr gut für den Erfolg des ganzen Teams.« Scott Russells Ziel ist klar: »Yamaha hat seit 1993 kein Superbike-WM-Rennen mehr gewonnen. Das werde ich ändern.“
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