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Leserfragen und Tipps

Knoff-HoffKürzlich wurde in einer Fernsehsendung Motorradbekleidung mit neuartigen weichen Protektoren vorgestellt, die sich bei Stoß- oder Schlagbelastung verhärten und so den Träger schützen. Nun meine Frage: Gibt es bereits Hersteller die dieses Protektoren-System in ihren Produkten verarbeiten?Wolfgang Schweiger, HerzogenaurachBei diesen Protektoren handelt es sich keinesfalls um eine neuartige Technologie. Eine derartige Memo-Charakteristik weisen mittlerweile fast alle Schäume (z.b. Suprotect, TC-Schaum,..) der meisten Hersteller auf.Es handelt sich hierbei um offenporige PUR-Schäume, die bei entsprechender Schlag- oder Stoßbelastung durch die entweichende Luft eine geschwindigkeitsabhängige Dämpfung entwickeln und dadurch die auftretenden Kräfte minimieren.Beinahe alle im Handel befindlichen Protektorenkombis mit weichen Protektoren bedienen sich dieser Schaumstoffe.AufstiegshilfeIch habe meinen Führerschein der Klasse 1a im Dezember 1997 erstanden. Da mein derzeitiges Motorrad aber nun den Geist aufgegeben hat, möchte ich mir nun gerne gleich eine offene Maschine kaufen. Besteht die Möglichkeit schon vor Ablauf der zweijährigen Wartezeit irgendwie den offenen Einser zu machen?Thomas SchmitzJa. Wenn Sie vor kurzem den Stufenführerschein 1a erworben haben und nach dem 1.1.1999 bereits 25 Jahre alt sind, können Sie nach Absolvierung einer verkürzten Zusatzausbildung den offenen Einser erwerben.Vorgeschrieben für diese Zusatzausbildung sind drei Überlandfahrten, zwei Stunden Autobahnfahrt und eine Nachtfahrstunde. Die eigentliche Prüfung ist verkürzt auf 40 Minuten. Alle Ausbildungs- und Prüfungsfahrten müssen auf einem Motorrad mit mindestens 44kW (60 PS) und 200 Kilogramm absolviert werden. Eine Übergangsregelung erlaubt bis Mitte 2001 auch Maschinen mit 37 kW (50 PS).Eine erneute theoretische Prüfung ist nicht notwendig.KostenfrageAls treuer Abonnent eurer Zeitung lese ich schon seit Jahren begeistert die Testberichte. Was ich aber nicht verstehen kann, ist, daß ihr die anfallenden Inspektionskosten und -intervalle nur in Punkten und nicht in harter Währung angebt. Solche Aussagen wären für mich als Leser besser miteinander vergleichbar.Thomas TimmermannDie Fahrzeughersteller geben den Vertragswerkstätten lediglich unverbindliche Arbeitsumfänge für die Inspektionen in AW’s (Arbeitswerten) vor und keine festen Inspektionskosten.Die effektiven Kosten für eine Inspektion ergeben sich jeweils erst aus den ortsüblichen Stundensätzen der Werkstätten. Eine absolute Vergleichbarkeit der Kosten ist daher nicht gegeben und kann entsprechend auch von MOTORRAD nicht bewertet werden.FluchtwegeIch habe mir für meine Yamaha XT 600 E einen großen Kunststofftank gekauft. Nach einem Sturz ließ ich den Tank lackieren. Nach einigen Monaten bildeten sich allerdings Blasen im Lack und Lackteile lösten sich ab. Auch ein wiederholtes Lackieren brachte keine Besserung. Könnt ihr mir weiterhelfen?Hanold Masko, CoschenDa Kunststofftanks nicht gasdicht sind, können flüchtige Treibstoffanteile wie Benzol durch die Tankwandungen hindurchdiffundieren und so die Lackierung unterwandern und ablösen. Aus diesem Grund bestehen diese Kunststofftanks in der Regel aus in den Fahrzeugfarben durchgefärbten Werkstoffen. Eine dauerhafte Lackierung ist hier nicht möglich.WindjammerIch bin mit meiner Yamaha Fazer eigentlich sehr zufrieden, wenn nicht die Verwirbelungen hinter der Verkleidungsscheibe im Helmbereich einen extremen Lärm verursachen würden. Der Kauf einer Spoilerscheibe wurde mir von meinem Händler ausgeredet. Nach seiner Aussage wäre der Lärm mit so einer Scheibe nicht unbedingt geringer, sondern eventuell sogar größer.Kann man so pauschal sagen, daß sich mit einer Spoilerscheibe bezogen auf die Geräuschentwicklung keine große Wirkung erzielen läßt?Roland Lem, WolfsburgDas Geräuschniveau im Helmbereich hängt von der Anströmung des Fahrtwinds und dessen Verwirbelung ab. Eine höhere Scheibe bringt zwar in der Regel mehr Windschutz, kann aber auch für mehr Verwirbelungen im Helmbereich und damit für ein höheres Geräuschniveau sorgen.Besser ist die Scheibe so zu ändern, daß der Helm ohne Verwirbelungen von Fahrtwind angeströmt werden kann, dann nehmen auch die Geräusche deutlich ab.StabilitätspaktIch habe gehört, daß es Benzinzusätze gibt, die eventuelle Benzinablagerungen im Vergaser beseitigen beziehungsweise verhindern können. Diese Zusätze wären gerade für die Überwinterung äußerst interessant. Gibt es solche Zusätze und wenn ja, wo kann ich so etwas beziehen?Wolfgang Mezger, NürnbergSolche Benzinzusätze gibt es tatsächlich. Eigentlich für Bootsmotoren entwickelt, kann man diese »Fuel Stabilizer« auch für andere Motoren verwenden. Bei gut zugänglichen Vergasern würden wir aber nach wie vor das Ablassen des Sprits als vorbeugende Maßnahme empfehlen.Der »Fuel Stabilizer« stammt von Wynn’s und kann unter folgender Adresse bezogen werden:Norbert Schaub GmbHRobert-Bosch-Straße 779395 NeuenburgTelefon 07631/97270Fax 07631/972727
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