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ZugfahrzeugIch möchte mir für mein Motorrad einen Anhänger zulegen. Leider gibt es zu diesem Thema nur wenige Informationen, daher meine Fragen: Wo kann ich einen Anhänger und eine entsprechende Anhängevorrichtung bekommen, und welche gesetzlichen Auflagen gibt es für den Anhängerbetrieb?Johann Schenko, GünzburgFür den Betrieb von Anhängern am Motorrad gelten folgende Vorschriften:Anhänger an Motorrädern sind zulassungsfrei. Es brauchen weder Steuern noch Versicherung bezahlt zu werden, auch gibt es nur eine ABE und keine regelmäßige TÜV-Prüfung. Der Anhänger erhält das gleiche Kennzeichen wie das Zugfahrzeug. Die ABE wird vom Hersteller oder Importeur bei der Auslieferung mitgeliefert und muß vom Fahrer stets mitgeführt werden. Es dürfen aber auch zugelassene Anhänger gezogen werden. Für manche ist eine TÜV-Hauptabnahme interessant, da der Anhänger dann auch hinter ein Auto gespannt werden darf.Der schwierigste Teil ist die Eintragung der Anhängerkupplung. Generell fordert der TÜV eine geprüfte und genormte Anhängekugel. Die dazugehörige Halterung wird nach dem Ermessen des prüfenden Sachverständigen eingetragen, eventuell besteht er auf Fahr- und Bremsversuche mit Anhänger. Wer die Eintragung selbst übernehmen oder gar die Anhängevorrichtung bauen will, der sollte sich vorher mit dem TÜV in Verbindung setzen.Das zulässige Anhängegewicht wird generell nach folgender Formel bestimmt: Leergewicht des Motorrads plus 75 Kilogramm, das Ganze durch zwei geteilt. Die Anhänger wiegen meistens um die 50 Kilogramm, ja nach Motorrad kommt man so auf eine Zuladung von um die 100 Kilogramm. Für die Stützlast gilt: möglichst wenig, rund 15 bis 25 Kilogramm reichen.Als zulässige Höchstgeschwindigkeit für ein Motorrad mit Anhänger gelten in Deutschland derzeit maximal 60 km/h. Im benachbarten Ausland sind aber auch höhere Geschwindigkeiten zulässig.Die Kosten für eine Anhängevorrichtung belaufen sich je nach Modell und Aufwand auf rund 600 bis 2000 Mark.Anhängerkupplungen und Anhänger gibt es unter anderem bei folgenden Firmen:Carell-Fahrzeugbau GmbHEmmelner Straße 349733 Haren/EmsTelefon 05932/4730Lohré Classic MotorbikesEllenbogen 142799 LeichlingenTelefon 02175/98912Peter SauerEllerüher Weg 2-424398 BrodersbyTelefon 04644/893Gespannservice Peter SternBahnhofstraße 394333 GeiselhöringTelefon 09423/902214Motorrad Service ChristophKanaustraße 1779336 HerbolzheimTelefon 07643/40071(nur Honda Gold Wing)SchmiermaxeEs ist für mich immer wieder interessant zu lesen, wie gering der Verschleiß moderner Motorradmotoren auch bei hohen Laufleistungen ist. Trotz hoher Leistung sind diese Motoren standfest. Das führt mich zu meiner Frage: Hier in Schweden stehen Motorräder oft monatelang unbenutzt herum. Wenn die Maschinen dann gestartet werden, befindet sich kein oder nur wenig Öl an den Zylinderwänden und den Nockenwellen. Ist für diesen Fall die Verwendung von synthetischem Öl besser als herkömmliches Mineralöl? Ist synthetisches Öl generell eher zu empfehlen?Bernt Lindström, SchwedenWie die Erfahrungen aus unseren zahlreichen Dauertests zeigen, ist der Verschleiß der Komponenten moderner Motoren in der Regel sehr gering. Die Verwendung von synthetischen Ölen erscheint uns deswegen nicht notwendig.Was den Kaltstart nach langer Standzeit betrift, sieht MOTORRAD keinen Unterschied zwischen mineralischen und synthetischen Ölen, da spielen die Viskosität und Zusätze eher eine Rolle. Auch beim Korrosionsschutz bieten synthetische Öle keine Vorteile.SturzopferIch habe folgendes Problem: Meine Frau hatte mit meinem Motorrad einen Unfall, bei dem der Lenkanschlag vom Fahrzeugrahmen abgerissen wurde. Weitere Beschädigungen sind nicht sichtbar. Kann man so einen Rahmenschaden reparieren, oder muß ich den Rahmen erneuern?Thomas Reischl, thore66@planet-interkom.deDa bei Schweißarbeiten an Stahlrahmen ein gewisser Wärmeverzug des Bauteils und eine eventuelle Gefügeveränderung des Werkstoffs nie ganz vermieden werden können, sind Schweißarbeiten an Motorradrahmen generell problematisch und nur von Fachbetrieben auszuführen. Ein abgerissener Lenkanschlag kann also nicht repariert werden, da die Lagersitze beschädigt werden und die Festigkeit im Lenkkopfbereich beeinträchtigt wird. Der Rahmen gilt als Totalschaden und muß ausgetauscht werden.FederlesenIch möchte an meiner Suzuki Bandit 1200 die Serien-Gabelfedern gegen progressiv gewickelte Zubehörbauteile austauschen. Sowohl die Einbauanleitung der Zubehörfedern wie auch das Werkstatthandbuch weisen den Einbau der Federn mit den engen Wicklungen nach oben an, die Originalfedern waren jedoch mit dem weiten Wicklungen nach oben eingebaut.Meine Frage nun an Sie: Welche Einbaurichtung ist richtig, oder ist es gar egal, wie die Federn eingebaut werden?Juergen.Weyand@t-online.deVom Arbeitsprinzip der Feder ist die Einbaurichtung völlig irrelevant. Dennoch gibt es einen Grund, der für den Einbau der Federn mit den engen Wicklungen nach oben spricht: Die ungefederte Masse wird geringer, weil der leichtere Teil der Feder unten liegt.HörprobeIch habe eine Harley-Davidson FXB, Baujahr 5/1982. Bei den eingetragenen Geräuschwerten habe ich folgendes Problem: Im Fahrzeugbrief steht als Standgeräusch 97 P und als Fahrgeräusch 82 E vermerkt. Im Fahrzeugschein steht zusätzlich zum Standgeräusch die Fußnote »Polizei bei S/2«.Welche Geräuschgrenzwerte muß meine Maschine eigentlich einhalten? Wie wird gemessen? Und was bedeutet dieser Zusatz bei einer eventuellen Geräuschkontrolle durch die Polizei?Günther Baier, BobingenFür ein Motorrad aus dem Baujahr 1982 gilt als maximales Fahrgeräusch der Grenzwert von 86 dB (A) E. Das Standgeräusch an sich ist nicht limitiert, muß aber dem in dem Fahrzeugpapieren angegeben Wert entsprechen.Da eine Fahrgeräuschmessung recht aufwendig ist, beschränkt sich die Polizei bei Kontrollen vorort auf die Standgeräuschmessung. Das Meßgerät wird hierbei unter einem Winkel von 45 Grad in einem Meter Abstand vom Auspuffende plaziert. Für Fahrzeuge, die ihre Nennleistung über 5000/min erreichen gilt als Meßdrehzahl die halbe Nenndrehzahl. Für Fahrzeuge, die ihre Nennleistung unter 5000 /min erreichen, gilt als Meßdrehzahl drei Viertel der Nenndrehzahl.Die Fußnote »Polizei bei S/2« bedeutet, daß im Falle einer Überprüfung die Standgeräuschmessung bei halber Nenndrehzahl durchzuführen ist. Die Nenndrehzahl steht ebenfalls in den Fahrzeugpapieren direkt bei der Nennleistung.
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