So testet MOTORRAD (Archivversion)

Schaltung

MOTORRAD erklärt die einzelnen Kriterien der 1000-Punkte-Wertung (Teil 2).

Gänge, die nicht richtig oder mit lautem Krachen einrasten, schwergängige Schalthebel oder die knifflige Suche nach dem Leerlauf: All das sind Dinge, die einem den Spaß am Fahren gehörig vermiesen können. Aber zum Kriterium Schaltung, in dem sich ein Motorrad maximal 20 Punkte verdienen kann, gehören noch weitere Bewertungsaspekte. Etwa die Ergonomie: Ein Schalthebel sollte ohne Fußverrenkungen leicht erreichbar sein, und zwar beim Rauf- wie Runterschalten. Dazu hilft es selbstverständlich enorm, wenn sich Position und Abstand zur Fußraste einstellen lassen. Wichtig ist auch die Kinematik, bei einigen Maschinen rutscht der Schalthebel wegen eines ungünstigen Drehpunkts beim Betätigen über dem Schuh hin und her. Kurze Schaltwege sowie ein exakte Rastung beschleunigen den Gangwechsel und verhindern das Rausspringen der Gänge. Sehr lästig kann eine unzuverlässige Leerlaufkontrolle sein, das provoziert manch unerwünschte Hüpfer beim Auskuppeln vor der Ampel. Bewertet wird das Kriterium Schaltung auf der üblichen MOTORRAD-Testrunde subjektiv von mehreren Testfahrern. Der Suzuki AN 650 Burgman mit seiner Automatik unterscheidet sich grundlegend von üblichen Motorrädern mit Schaltgetriebe. Normalerweise ist Schalten wie Kuppeln beim Automatik-Roller gar nicht erforderlich. Wer will, kann beim Burgman die elektronisch gesteuerten, vorgegebenen Übersetzungsstufen am Lenker wählen. Der »Schaltvorgang« geht auch dann sehr weich vonstatten, da es keine Zugkraftunterbrechnung gibt. Wegen dieses außergewöhnlichen Komforts ergattert der Burgman fast die volle Punktzahl.
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