Spätlese (Archivversion)

Spätlese

Neue Bücher für Motorradfreaks und Buchstabengelehrte

Die Kreidler Florett machte Generationen flott. Bis 1981 wurde die mobile Einstiegsdroge gebaut, deren Meriten Frank-Albert Illg noch einmal Revue passieren läßt. Vom Start der 50er auf der IFMA 1956, noch im Mofa-Look mit Dreigangschaltung, Gebläsekühlung und ganzen drei PS, bis hin zum ausgewachsenen kleinen Motorrad mit mehr als doppelter Leistung. Illg widmet sich kennerhaft der Modellgeschichte, geht ausführlich auf die Rennerfolge der Kleinen ein. Mit dem Prachtband werden alte Zeiten wieder wach. Seine einziges Manko: der zu hohe Preis. Frank-Albert Illg: Kreidler Florett, Typen-Technik-Sport-Geschichte, 174 Seiten, 400 Abbildungen, Text & Technik-Verlag ISBN 3-932563-00-X, 86 MarkDagegen ist»Autokennzeichen erzählen« geradezu ein Billigheimer. 19,80 Mark für Infos über alle deutschen Autokennzeichen können doch nicht falsch angelegt sein? Doch: Schlaffes Blabla, aus irgendwelchen Reiseführern abgekupfert, ergibt zwangsweise ein Potpourri der schwer genießbaren Art. Und zu wissen, daß TBB nicht »taub, blind, blöd«, sondern Tauberbischofsheim bedeutet, entzaubert die Welt ungemein. Autokennzeichen erzählen. Von Rügen bis zum Bodensee, 367 Seiten, Grafit-Verlag, ISBN-3-89425-118-2.Viel Buch fürs Geld bietet »Harley-Davidson total« von Tod Rafferty, der sich an die verdienstvolle Aufgabe machte, alle Maschinen aus dem amerikanischen Traditionshaus zu beschreiben und opulent ins Bild zu setzen. Einiger Nachteil: Trotz Jumbo-Formats laufen viele Abbildungen haarscharf durch den Bund. Das verzerrt die Optik des gut ausgestatteten Bands, der das Zeug zum Standardwerk hat. Weil Rafferty sich auf die Modellgeschichte konzentriert und also nicht einen Menschen auf Harley zeigt. Der könnte ja den Blick auf die Technik verstellen Tod Rafferty: Harley-Davidson total, 159 Seiten, Motorbuch-Verlag, ISBN 3-613-01796-249,80 Mark
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