Streit um Superbike-DM (Archivversion)

Das Faß ist leer

Der Beschluß der deutschen Föderation OMK, die TV-Rechte für die Superbike-DM öffentlich auszuschreiben, hat beinahe einen Bier-Krieg ausgelöst. Sowohl der bisherige Rechteverwerter Moto Motion, der den Industriepool Pro Superbike im Rücken hat, wie auch andere Interessenten wurden immer wieder mit der Brauerei Hasseröder in Verbindung gebracht. Aber die mittlerweile zum Kult-Objekt erwachsene Biermarke steigt nicht in die deutsche Superbike-Szene ein. »Pro Superbike ist eine gute Serie mit seriösem Management«, erklärte Jakob A. Grajewski, verantwortlich für sämtliche Sportaktivitäten von Hasseröder, »aber das Angebot war für uns nach Kosten-Nutzen-Analyse schlicht zu teuer.«Eventuelle Konkurrenten im Kampf um die DM-Rechte werden allerdings noch härter getroffen. Ralf Blattner, als Chef der Agentur »Image« bereits in der Moto Cross-Inter-DM aktiv, setzte ebenfalls auf Hasseröder. Im Gegensatz zu Pro Superbike, wo die Poolpartner für die TV-Produktionen aufkommen, sollten bei Blattner externe Werbepartner für die Finanzierung sorgen. Und auch einen direkten Einstieg von Grajewskis Agentur JAG in die Superbike-DM wird es nicht geben. Außer den genannten Firmen soll noch eine von jeglicher Erfahrung mit Sportveranstaltungen unbeleckte Produktionsgesellschaft für Industriefilme Interesse an den TV-Rechten bekundet haben. Ob das reicht, um Moto Motion aus dem Geschäft zu drängen, bleibt die Frage.
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote