Supermoto-WM (Archivversion)

Chefsache

Die Supermoto-WM bleibt Chefsache. Und Chef ist derzeit Jürgen Künzel. Der KTM-Werksfahrer aus dem schwäbischen Heidenheim reiste bereits als WM-Leader zum ersten deutschen Supermoto-WM-Lauf an den Sachsenring. Und diese Position verteidigte der 28-jährige Profi denn auch bravourös. Nach zwei Siegen in den Vorläufen donnerte Künzel im so genannten Superfinale ebenfalls zunächst vorneweg. Allerdings ließ sich die Konkurrenz, vornehmlich die zwei Vertemati-Werkspiloten Max Manzo und Gérald Délépine, kein drittes Mal vorführen. Das italienisch-belgische Duett verbannte Künzel letztlich auf Rang drei. Wenig schlimm, denn sowohl der Franzose Boris Chambon auf Platz vier als auch der Belgier Eddy Seel auf Position sechs verloren als direkte Verfolger in der WM-Tabelle einige Punkte auf den Kollegen aus Deutschland. Und weil’s so schön war, kombinierte der 20-jährige Husqvarna-Streiter Bernd Hiemer auf Rang fünf gleich noch den nationalen Erfolg mit seinem bislang besten persönlichen WM-Resultat.Wobei eine andere Kombination auf dem Sachsenring, die eines Oldtimer-Tages und der Supermoto-WM, weniger harmonierte. Eine magere Zuschauerkulisse bewies, dass eine Mixtur aus Love Parade und Volkstanz selbst für die motorsportbegeisterten Sachsen schwer zu verdauen ist. Ergebnis Superfinale 1. Max Manzo (I), 2. Gérald Délépine (B), beide Vertemati, 3. Jürgen Künzel (Heidenheim), 4. Boris Chambon (F), beide KTM, 5. Bernd Hiemer (Leutkirch), Husqvarna; WM-Stand nach acht von 15 Läufen: 1. Künzel, 275 Punkte, 2. Chambon, 262, 3. Eddy Seel (B), Husqvarna, 225, 4. Ivan Lazzarini (I), Husaberg, 188, 5. Manzo, 184.
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