Top ten des Motorrad-Bestands (Archivversion)

Wo laufen sie denn?

Unter den zehn Spitzenreitern der Zulassungs-Statistik laufen auch zwei Oldtimer. Der alte BMW-Boxer und Hondas Güllepumpe CX 500.

Sie sind nicht die aktuellsten Modelle der Hersteller, auch nicht die attraktivsten, aber sie sind beliebt und massenhaft unterwegs. Die Rede ist von den zehn häufigsten Modellen, die in der Bestandsliste des Kraftfahrtbundesamts vom 1. Juli 1998 geführt werden. An der absoluten Spitze thront mit einem Vorsprung wie Bayern München in der Bundesliga der fast unscheinbare Softchopper Yamaha XV 535. Mit kleinem Preis, niedriger Sitzhöhe und Kardanantrieb offensichtlich die Mischung, die Geldbeutel, Geschmack und Körpergröße eines Großteils der Motorradfahrer am besten entgegenkommt. An zweiter Stelle das Brot-und-Butter-Bike Suzuki GS 500, bei Ein- und Wiedereinsteiger beliebt. Eine Überraschung: die »Langzeit«-Enduro Yamaha XT 600, seit 1984 im Programm. Als beliebster Sportler vertritt die Honda CBR 600 die Ambition des Fortschritts. Klar, daß hierzulande der alte Zweiventil-BMW-Boxer in GS- und R-Version noch häufig unterwegs ist.Eine kleine Sensation dagegen: Die Honda CX 500, schon seit 1985 nicht mehr angeboten, ist noch massenhaft dabei. Unmittelbar gefolgt von Yamahas SR 500-Einzylinder in Straßenversion, der wie die Güllepumpe bereits1978 debütierte, aber noch heute gebaut wird. Der Vierventil-Boxer von BMW in GS- und R-Version liegt knapp vor Yamahas Mittelklasse-Modelle XJ 600 S und N. Und mit ihrem Image der Unzerstörbarkeit belegt Hondas Transalp Rang zehn.Die Plätze elf bis 20 belegt Suzuki mit den aktuellen Topsellern GSX, GSF 600 und GSX-R 750, Kawasakis GPZ 500 S und wieder Suzuki mit der LS 650. Als 16. rangiert, man glaubt es kaum, die MZ ETZ 150 aus vergangenen DDR-Zeiten. BMW folgt mit der F 650, R 80 GS/R und R 1100/850 RS/RT. Die letzte der ersten 20: Hondas kleiner Chopper VT 600 C.
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