TV-Rechte (Archivversion)

Heißer Herbst

Der deutschen Superbike-Szene steht womöglich ein heißer Herbst bevor. Dafür könnten die Pläne der OMK sorgen, die Superbike-TV-Rechte auf dem freien Markt anzubieten (siehe Interview) und nicht mehr automatisch der Pro Superbike-Agentur Moto Motion zu überlassen. Deren Chef Franz Rau ist von den Bestrebungen offensichtlich überrascht. Erst nach Gesprächen mit seinen Industrie-Partnern, die über den Pro Superbike-Pool die im DSF gesendeten TV-Produktionen finanzieren, möchte der Promoter eine Stellungnahme zu dem Thema abgeben. Suzuki-Sportchef Bert Poensgen, eine der treibenden Kräfte bei Pro Superbike, gibt sich indes kämpferisch. Für den Fall, daß die Vermarktung künftig nicht nach den Wünschen der Pool-Partner laufen sollte, kündigt Poensgen eine eigene Rennserie an - unabhängig von der DM und der Föderation OMK. Und der Suzuki-Mann glaubt, daß unter den Industriepartnern Einigkeit besteht. So könnte im Extremfall die deutsche Superbike-Szene in zwei Lager gespalten werden. Auf der einen Seite die Pro Superbike-Teams mit einer eigenen Meisterschaft, auf der anderen die Superbike-DM der OMK, die vom sportlichen Niveau her sicher nur die zweite Geige spielen würde. Bleibt nur zu hoffen, daß alle Parteien bei den anstehenden Verhandlungen kühlen Kopf bewahren. Denn was sollen zwei Superbike-Rennserien in Deutschland, wenn schon die bestehende bei einigen Rennen Probleme hat, genügend Zuschauer an die Strecke zu locken? Fernsehminuten sind sicher wichtig, aber nicht alles.
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