Urteil: Schadenersatz bei Straßenschäden (Archivversion)

Abflug

Eine Bodenwelle wurde einem Biker zum Verhängnis

Das Motorrad hob ab, landete mit 70 km/h in einer Kurve, die Ausgleichsbremsung in Schräglage mißlang. Der Fahrer hat die riesige Bodenwelle überlebt, seine Maschine nicht ganz: an die 5000 Mark Schaden. Die wollte der Biker vom zuständigen Straßenverkehrsamt zurück. Mit Recht, entschied das Oberlandesgericht Hamm (AZ 9 U 206/95). Obwohl eine »völlige Gefahrlosigkeit und Mangelfreiheit des Wegenetzes« prinzipiell nicht erreichbar sei, müsse die Behörde dafür sorgen, daß Gefahren, die »für einen die durchschnittliche Sorgfalt aufwendenden Benutzer nicht rechtzeitig erkennbar« seien, beseitigt werden. Oder zumindest davor warnen. Da dies nicht passiert sei, dürfe dem Motorradfahrer auch kein Mitverschulden unterstellt werden. Er erhielt den vollen Schadenersatz.
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