Urteil (Archivversion)

Bremstest

Ein Motorradfahrer, der Probleme mit
den Bremsen seines Bikes hatte, bat seinen Schwager, eine Probefahrt zu machen, um den Fehler zu finden. Der Schwager stürzte und verletzte sich schwer. Die Krankenver-
sicherung des Verletzten forderte 50 Prozent der entstandenen Behandlungskosten vom Motorradhalter zurück. Das Oberlandesgericht Hamm (Az: 13 U 229/01) wies in der Berufung die Klage erneut ab. Auch wer unentgeltlich eine Probefahrt zur Mängelüberprüfung unternehme, verrichte eine arbeitnehmerähnliche Tätigkeit. Haftungsansprüche der Krankenkasse seien in der Folge ausgeschlossen.
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