Verkleidung: Werkstoffe und Handfertigung erklärt (Archivversion)

Technik: Verkleidungswerkstoffe

Käufer von Verkleidungsteilen haben die Möglichkeit, zwischen vier verschiedenen Werkstoffen zu wählen - je nach Geschmack und Budget.

Abgesehen von ganz exotischen Einzelanfertigungen aus Aluminium oder sogar Holz werden Verkleidungsteile aus Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) oder vergleichbaren thermoplastischen Kunststoffen, Glasfaser verstärktem Kunststoff (GFK), Kohlefaser oder einem Mischgewebe aus Kohlefaser und Kevlar (Hybrid) hergestellt.In der Großserienfertigung entstehen Verkleidungsteile aus thermoplastischen Kunststoffen im Spritzgussverfahren. Fast alle Originalverkleidungen entstehen auf diese Weise. Flüssiger Kunststoff wird in Formen gepresst und verfestigt. Diese Herstellungstechnik garantiert eine absolut gleichbleibende Maßhaltigkeit vom ersten bis zum 10000sten Teil. Das sieht bei den von Hand gefertigen Nachrüstverkleidungen aus GFK, Karbonfaser oder Hybrid etwas anders aus. Die Hersteller fertigen zunächst Negativformen des gewünschten Bauteils an. Diese Formen sind in den meisten Fällen aus Kunststoff, selten aus Metall oder anderen Werkstoffen.Bevor es ans Einlegen der Gewebematten geht, sorgt eine dünne Lage Deckschichtharz für eine glatte Oberfläche am späteren Bauteil. Diese Schicht lässt sich nahezu beliebig einfärben, was bei GFK-Teilen gern dazu benutzt wird, diese blau, gelb, rot schwarz oder sonstwie zu grundieren, um sich vor allem bei »verschleißfreudigen« Verkleidungen von Hobby-Rennfahrern das teure Lackieren zu ersparen. Dass die Durchfärbung je nach Sättigung der Verkleidung leichte Flecken aufweisen kann, stört auf der Rennstrecke kaum jemand.Stabilität und Gewicht aller von Hand laminierten Verkleidungen hängen allein von der Anzahl der Gewebelagen und der verwendeten Harzmenge ab. Je nachdem, ob die Hülle nur Windschutz bieten soll oder bei Stürzen darunter liegende Teile vor Schäden bewahren, laminieren die Hersteller unterschiedliche Wandstärken.Geht dann doch mal was zu Bruch, können meist einige von innen aufgebrachte neue Gewebelagen wieder für Halt sorgen. Oberflächen von gerissenen lackierten Verkleidungen sollten dabei von außen großflächig geschliffen werden, da sonst neue Lackschichten wegen der darunter liegenden Rissausläufer wieder aufplatzen.Und welcher Verkleidungswerkstoff taugt jetzt für wen? Ganz einfach: Wer auf Passgenauigkeit Wert legt, kommt an gespritzten ABS-Teilen nicht vorbei. Wer eine preisgünstige Verkleidung will, wählt Teile aus GFK. Gewichtsfetischisten und Fans edler Werkstoffe entscheiden sich für Karbonfaser-Teile oder die etwas preisgünstigeren, aber elastischeren Karbon/Kevlar-Verkleidungen.
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote