Von Rennfahrern und Rennfahrern (Archivversion)

Von Rennfahrern und Rennfahrern

Weil der Winter heuer heftiger als in den letzten Jahren war, mußten neben den MOTORRAD-Testern auch Rennfahrer öfter in den sonnigen Süden. Während unser Team die Neuheiten der Saison 1999 nicht nur um Rennpisten in Süd-Frankreich und Spanien scheuchte, sondern auch die Alltagstauglichkeit auf Landstraßen erprobte, bereiteten sich die Renn-Teams auf die Grand Prix- und Superbike-WM-Saison vor. Ganz besonders Ralf Waldmann, der mit neuer Aprilia und altem Team nicht nur wieder schnellster Feuerwehrmann Deutschlands werden will. Nach dem 500er Flop und Friedenspfeiffe mit Teamchef Stappert soll´s vor allem Chefmechaniker Schlögel richten. Daß »unser Waldi« zum 50. Geburtstag von Toni Mang, dem letzten deutschen 250er Weltmeister, endlich dieses Krone tragen will, macht den Druck nicht kleiner. Bescheidener hat der erst 18 Jahre alte Alex Hoffmann seine GP-Ziele definiert. Weil er ebenso wortgewandt wie charmant und zudem trainigsbessen ist, traut ihm Waldmann und manch anderer Rennsport-Experte schon 1999 manchen Paukenschlag zu.In der 125er Klasse versucht dies das deutsche Trio Reinhard Stolz, Bernhard Absmeier und vor allem Steve Jenkner. Der Mann aus Hohenstein-Ernsthal will mit Hilfe von Ex-Weltmeisters Dirk Raudies den Wandel vom ewigen Talent zum Star schaffen, um beim Deutschland-Grand Prix am vermutlich noch volleren Sachsenring (18.7.) in seiner Heimatstadt mittendrin und nicht nur dabei zu sein.Überhaupt sind Ex-Rennfahrer als Berater in. Martin Wimmer betreut Markus Ober beim GP-Abenteuer auf einer V2-Honda, das beide unisono für kalkulierbar und zukunftsträchtig halten. Harald Eckl managt weiter das Superbike-WM-Team von Kawasaki und freut sich, mit den Rennen am Nürburgring (13.6.) und in Hockenheim (12.9.) gleich zwei Auftritte daheim zu haben. In der zur Weltmeisterschaft geadelten 600 Supersport-Weltserie will Udo Mark als Yamaha-Teamchef Jörg Teuchert und Christian Kellner puschen.Daß die Pro Superbike-Initiative und der Deutsche Motorsport-Bund (DMSB) sich nach einigem Fingerhakeln bis zum Kadi gar auf ein Vertragsverlängerung bis 2003 einigten, läßt auf Stärkung von Superbike- und Supersport-DM hoffen. Wenn jetzt der DMSB (siehe Interview ab Seite 192) tatsächlich das Lichten des Meisterschaftsdschungels plant und gar mit dem ADAC, in dessen Motorsport-Bereich lautlos ein markanter Kopf rollte, eine ganzheitliche Nachwuchsförderung stemmt, wird die Zukunft allen Unkenrufen zum Trotz vielleicht doch rosig. Bei Moto Cross und Super Moto scheint´s übrigens schon die Gegenwart zu sein.Es grüßt herzlich
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