Werkstatt-Test 1999: Ducati (Archivversion)

Fit for fun

Ducati fahren macht Spaß und hält fit. Ducati reparieren auch? MOTORRAD machte den Werkstatt-Fitnesstest.

Wer Ducati fährt, identifiziert sich meist voll und ganz mit der italienischen Marke. Entsprechend hoch sind die Ansprüche, die Ducati-Fahrer an ihre Werkstatt stellen. In der letzten Runde des Werkstatt-Tests von MOTORRAD erwiesen sich die Ducati-Vertretungen als ungewöhnlich engagiert. Hätte nicht eine Firma den Schnitt massiv gedrückt, hätten die Italiener sogar BMW, den Dauer-Spitzenreiter im MOTORRAD-Werkstatt-Test, überflügelt. Das haben sie in dieser Runde geschafft, wenn auch nur um eine Nasenlänge. Im Schnitt 161,7 Punkte bedeuten einen halben Punkt mehr als die bayerische Konkurrenz und ein knappes »Gut« als Gesamtergebnis. Festzuhalten ist dabei, dass es diesmal keinen krassen negativen Ausreißer gibt. Lediglich eine Werkstatt blieb auf einem »Ausreichend« sitzen. Zwei Niederlassungen schnitten »befriedigend« ab, wobei eine der beiden, DSM in Geislingen, zugleich die höchste Rechnung ausstellte. Zwei »sehr gute« Vertragswerkstätten leisteten sich lediglich Flüchtigkeitsfehler, eine weitere verfehlte das Spitzenergebnis, weil sie einen losen Bremsschlauch übersah.Weniger erfreulich sieht das Preisgefüge aus. 476 bis 824 Mark waren für den Kundendienst an der 600er-Monster zu zahlen. Wobei, wie leider schon oft erlebt, die Höhe der Rechnung in keiner Weise etwas über die Arbeitsqualität aussagt. Und die hohen Differenzen lassen sich auch nicht mit dem unterschiedlichen Lohnniveau in Ost und West erklären. Bleibt als Fazit, dass trotz des ingesamt guten Ergebnisses Nachbesserungen wünschenswert sind. Was die Arbeitsleistungen angeht, würden sie zumindest nicht schaden, in puncto Preisabstimmung sind sie dringend nötig. Unterschiede von 73 Prozent von der billigsten zur teuersten Werkstatt sind eindeutig zu groß.
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