Wiedervereinigung––––– (Archivversion)

Wiedervereinigung–––––

Waldi kehrt zu seinem alten Team zurück und kämpft 1999 auf Aprilia um die 250er WM.

Man soll nie nie sagen: Ralf Waldmann und sein früherer Teammanager Dieter Stappert, vor einem Jahr noch bis in alle Ewigkeit zerstritten, reichten sich in einem Münchener Restaurant die Hand und stießen auf eine neue Zusammenarbeit an. Die Rückkehr des 1998 ans Kenny Roberts-Team verlorenen Stars in sein altes 250-³cm-Team ist damit perfekt. Neu ist nur das Material: Wegen der auch für 1999 fragwürdigen Qualitäten der Honda NSR 250 geht Waldi auf bärenstarken Aprilia-Werksmaschinen an den Start. Joker im Kampf mit der überlegenen, aber auch fragilen Technik der venezianischen Renner ist der erfahrene Cheftechniker Sepp Schlögl. »Ich bin überzeugt, daß Sepp und seine Leute das im Griff haben werden«, erklärte Stappert. Das Budget von Marlboro, Certina und Castrol reicht für ein Set von zwei Maschinen, deshalb werden zwei zusätzliche Mechaniker engagiert. Bereits Ende November reist das Team nach Noale, um die neuen Motorräder in der Aprilia-Rennabteilung aufzubauen. Die ersten Tests stehen vom 12. bis 14. Dezember in Jerez auf dem Programm. »Mit dieser Kombination kann ich Weltmeister werden«, hatte Waldi schon vor Wochen durchsickern lassen. Ob der 32jährige den entfesselt aufdrehenden Jungstar Valentino Rossi im Zaum halten und seine Karriere mit dem langersehnten ersten Titel krönen kann, darf schon jetzt als spannendste Wette der Saison 1999 gewertet werden.
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