Will, Herbert: Interview (Archivversion)

Interview

Interview mit Herbert Will, Vorstandsvorsitzender der Eurobike AG in Düsseldorf zur Übernahme von Difi

Eurobike hat zum 1. Juli den Geschäftsbetrieb der Difi Dierk Filmer GmbH übernommen. Warum? Difi ist mit einem erwarteten Jahresumsatz von 60 Millionen Mark der wichtigste Wettbewerber von Eurobike im Großhandel mit Motorradzubehör. Die Eurobike AG, zu der unter anderen auch Hein Gericke, Schuh, Polo und GoTo Helmstudio gehören, baut mit der Übernahme von Difi die Marktführerschaft in Deutschland von derzeit 16 Prozent auf über 20 Prozent aus. Wir wollen mittelfristig einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen. Weltweit sind wir mit einem Umsatz von gut über 500 Millionen Mark das größte Unternehmen im Sektor Motorradzubehör.Wie geht´s mit Difi weiter?Der Geschäftsbetrieb von Difi verbleibt mit dem bestehenden Management operativ eigenständig in Varel. Durch Synergieeffekte, zum Beispiel bei Einkauf, Produktpalette, Marketing und EDV, sehen wir gute Chancen, das Betriebsergebnis zu verbessern. Zusätzlich ist eine neue Markenstrategie geplant. Die beiden Großhändler Difi und Schuh mit ihren Vertriebsnetzen Motoport und Motorland sind Wettbewerber unter einem Dach mit zum Teil unterschiedlichen Ansätzen und Produktschwerpunkten. Der Handel wird weiterhin von Difi und Schuh parallel beliefert. Nach einigen Jahren stellen wir dieses Konzept auf den Prüfstand. Bedeutet die Stärkung von Eurobike die Schwächung des Einzelhandels?Der Trend hin zu Zusammenschlüssen ist gut für die Kunden. Ich sehe nicht, dass die Händler leiden. Wir bieten den Motorradeinzelhändlern eine breite Produktpalette und wollen ihnen bessere Chancen mit vernünftigen Einkaufspreisen einräumen.
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