«Wir bekommen Maschinen direkt ab Werk“ (Archivversion)

«Wir bekommen Maschinen direkt ab Werk“

Die Ducati-Importsituation war in Deutschland schon immer verworren. Neben dem offiziellen Ducati-Importeur DNL aus dem rheinländischen Frechen, der eine 100 Prozent-Tochter der großen Handelsfirma SAFE in Holland ist, verkauft Ronald März, 40, aus Ettlingen bei Karlsruhe seit nunmehr zwölf Jahren Ducati-Motorräder und hält Ersatzteile auch für die alten Königswellen-Modelle vor. März bezog seine Motorräder von mehreren europäischen Märkten und bot die Maschinen häufig preisgünstiger als der offizielle Importeur an. Wie MOTORRAD aus Italien erfuhr, wird bei Ducati inzwischen darüber nachgedacht, mittelfristig in Deutschland eine Niederlassung zu gründen, um den Import selbst in die Hand zu nehmen.Nachdem Sie, Herr März, seit zwölf Jahren Ducati-Motorräder importieren, bekommen Sie jetzt offiziell Motorräder vom Werk, hört man?Ja, das grobe Konzept ist fertig, Details werden in den nächsten 14 Tagen besprochen.Heißt das, daß es jetzt zwei offizielle Importeure gibt?Nein. DNL behält seinen Status, während wir als eigenständige Organisation mit zur Zeit 60 Händlern - die dann als autorisierte Ducati-Händler gelten - unsere Motorräder und Ersatzteile ebenfalls direkt von Ducati beziehen werden. Die Garantiefrage wird derzeit noch geklärt, da ja auch ältere Modelle betroffen sein können.Früher schien das unmöglich. Woher kommt der schnelle Wandel?Der Repräsentant vom US-Investor TPG, Federico Minoli, der jetzt Ducati leitet, hat diese Vereinbarung sowie die umfasssenden Sanierungsmaßnahmen im Werk ermöglicht.Können Sie denn jetzt alle Ducati-Modelle flott liefern, nachdem es letztes Jahr ziemliche Engpässe gegeben hatte?Wir haben jetzt alle Modelle mit Ausnahme der ST2, die ab April lieferbar sein wird, auf Lager. Lieferengpässe sind dieses Jahr weder bei Motorrädern noch bei Ersatzteilen zu erwarten.
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