WM-Auftakt in Marseille (Archivversion)

Super, Jürgen!

Zu gern hätte das französische Publikum einen Landsmann beim WM-Auftakt in Marseille ganz oben auf dem Podest gesehen. Sah zunächst auch ganz gut aus, denn bei der so genannten Superpole konnten die Franzosen ihren Nationalhelden und KTM-Fahrer Boris Chambon feiern: Startplatz eins und somit beste Siegchancen. Wenn da am Ende nicht Jürgen Künzel - ebenfalls auf KTM – auf dem 1,2 Kilometer kurzen Kurs super schnell gestartet wäre und mit deutscher Betriebsamkeit souverän das Superfinale gewonnen hätte. Bei so viel Superlativen bedarf es dringend ein paar Erläuterungen zum neuen Reglement für die Supermoto-WM: Es gibt zwei freie Trainingsläufe und ein Zeittraining, aus dem sich die Startplätze für das erste Rennen ergeben. Dessen Ergebnis entscheidet wiederum über die Startaufstellung für das zweite Rennen. Und jetzt kommt die Superpole: Die besten vier Fahrer aus dem zweiten Rennen fahren untereinander in einem Einzelzeittraining die vordersten Startplätze für das Superfinale aus. Die anderen Fahrer stehen dahinter, deren Startplätze ergeben sich aus den Ergebnissen von Rennen eins und zwei. Alles klar? Falls nicht, auch egal, die Saison hat ja erst begonnen. Wichtiger: Künzel liegt in der Gesamtwertung nun vor dem italienischen Vertemati-Piloten Max Manzo, der sich besonders beherzt durch den sehr anspruchsvollen, vom Regen aufgeweichten Offroad-Teil sowie alle Trainings- und Rennläufe kämpfte, um nach dem Superfinale als Dritter aufs Treppchen zu steigen. Versöhnliches fürs Publikum: Der Franzose Adrien Chareyre (Husqvarna) punktete mit zwei vierten und einem siebten Platz unauffällig und ist jetzt WM-Dritter.
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