Yamaha Summer Festival (Archivversion)

Da kommt Freude auf

Beim zweiten Yamaha Summer Festival wurde den Besuchern wieder weit mehr geboten als die Probefahrt auf einer der zahlreich vorhandenen Vorführmaschinen.

Der Funke sprang über. Und das lag nicht allein an der spektakulären Show des französischen Stuntman Alain Bour oder den hochsommerlichen Temperaturen, die im Hockenheimer Motodrom die Luft flimmern ließ, sondern an den zahlreichen Attraktionen insgesamt, die den rund 20000 Besuchern des Yamaha Summer Festivals präsentiert wurden.
Allein 3079mal machten neugierige Biker von dem Angebot Gebrauch, auf einer der 99 Testmaschinen unter Anleitung erfahrener Instruktoren drei Runden auf dem großen Kurs von Hockenheim zu drehen. Ob Royal Star, Fazer, R6 oder R1, zur Wahl stand das komplette Yamaha-Programm. »Gute Idee, aber ein bisschen zu langsam«. Sichtlich enttäuscht spielte ein Proband im bunten Leder auf das sehr verhaltene Tempo der vorausfahrenden Instruktoren an. Er hatte sich wohl irrtümlich auf einen Fahrerlehrgang im Renntempo eingestellt.
Auch ohne Einser gab’s was zu probieren. Auf 125ern, Rollern oder Elektrofahrrädern konnte man den Einstieg ins motorisierte Zweiradleben üben. Sogar die Kleinsten durften selbst an den Lenker. Die Youngsters waren oft nur unter Tränen und lautstarken Unmutsäußerungen von den Mini-Automatikmopeds zu trennen.
Hinter den Boxen reichte die Palette von Bekleidung über technisches Zubehör bis hin zu exklusiven Umbauten. Und der Sport-Freak kam nicht nur beim R6-Cup-Rennen auf seine Kosten. Am Samstag war Grand-Prix-Star Carlos Checa, am Sonntag Kollege Gerry McCoy in allerbester Laune beim Interview und Autogramme verteilen im Fahrerlager anzutreffen.
Für weniger gute Stimmung bei einer kleinen Minderheit von Besuchern sorgte dagegen eine kleine, aber wohl präparierte Abordnung der Grünen, die sich am Samstagnachmittag auf der Zufahrt zum Fahrerlager postiert hatte. Wobei sich die Ordnungshüter durchaus fair zeigten und keine Lapalien wie fehlende Blinker oder Spritzlappen monierten. Lediglich die schlimmsten Fälle von Ruhestörung wurden gezielt zum Schweigen gebracht. Spitzenreiter war dabei ein Streetfighter-Umbau mit 114 dB (A), was etwa dem 20-fachen des erlaubten Werts enspricht. Mit den Worten: »Früher oder später musste es so kommen« nahm der Besitzer die Beschlagnahme seiner GSX-R jedoch recht gelassen zur Kenntnis.
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