Zahlenspielerei (Archivversion)

Zahlenspielerei

Verwirrend: Unfallstudie der Versicherungen

»Das hohe Verletzungsrisiko von Motorradfahrern resultiert aus ihrer chaotischen Fahrweise.« Volker Meewes, Leiter des Instituts für Straßenverkehr im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), pflegt seine Vorurteile in einer Unfallanalyse: »Motorradfahrer sind überwiegend selbst an ihren Unfällen schuld.« Das stimmt nicht: Fremdverschulden überwiegt. »In 55,2 Prozent der Fälle«, so die Experten vom Institut für Zweiradsicherheit. Bei Kollisionen mit Pkw liegt der Anteil sogar bei 71 Prozent. Laut Meewes ziehen selbstverschuldete Crashs jedoch schwerwiegendere Verletzungen nach sich als unverschuldete. Dabei hantiert er mit höchst unterschiedlichen Zahlen, die mehr verwirren als aufklären. Fakt ist: Biker bauen immer weniger Unfälle. Während 1988 noch 51 von 1000 Motorradfahrern verunglückten, waren´s 1998 nur noch 17. »Das ist sensationell wenig«, freut sich Klaus Brandenstein, pikanterweise Pressesprecher des GDV.
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