Zündbox: Kenneth Woods fordert mehr Einsatz der Endurofahrer gegen Sperrungen (Archivversion)

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Der 30jährige Kenneth Woods aus Goslar fordert mehr Kampfgeist von den Enduristen und mehr freies Sport-Gelände.

Am ersten lauen Frühlingstag kommen sie wieder: die coolen Chopper, die Pseudo-Renner, die gewichtigen Tourer und ... war da noch was? Ach ja, Enduros gibt´s ja auch noch. Gerüchten zufolge sollen die Zulassungszahlen für diese Gattung steigen. Aber wen interessiert diese »Randgruppe« überhaupt?Wie es sich gehört, wird auch diese Minderheit niedergemacht, als Umweltzerstörer, Krachmacher und was weiß ich noch alles tituliert. Akribisch werden auch die letzten genehmigten Geländestrecken in Deutschland gesperrt. Aber niemand scheint das zu interessieren. Niemand wehrt sich dagegen. Organisationen wie OMK oder ADAC jedenfalls nicht. Selbst die Mitglieder der Minderheit scheinen wie gelähmt zu sein. Was ist zu tun? Ins Ausland ausweichen? Nur bedingt. Resignieren? Niemals! Wehrt euch, erregt Aufmerksamkeit, regt zu Diskussionen an. Wie? Ganz einfach: Schließt euch in Gruppen zusammen, und ab geht´s ins Gehölz - nachdem ihr eine gute Rechtsschutzversicherung abgeschlossen habt. Befahrt Feld-, Wald- und Wanderwege! Aber gesittet! Trefft ihr auf Wandervolk, haltet an und redet mit den Leuten.Unternehmt jedes Wochenende Ausfahrten. Weigert euch, erteilte Ordnungsstrafen zu bezahlen. Zwingt die Hersteller und Vertreiber von Geländemotorrädern dazu, sich stärker zu engagieren. Schließlich leben die von euch. Organisiert Treffen in Innenstädten und demonstriert. Schreibt an die Lokalpresse, um auf euch aufmerksam zu machen. Weist darauf hin, daß ihr durch Verbote in die Illegalität, sozusagen in den Untergrund, abgedrängt werdet. Was ist mit dem Truppenübungsplatz Lüneburger Heide? Was ist mit den Geländen in den neuen Bundesländern, die jahrelang vom russischen Militär oder zum Braunkohleabbau genutzt wurden? Es gibt genug Raum. Die sanfte Welle - immer schön zurückhalten, bloß nicht auffallen -, die bisher propagiert wurde, hat nichts gebracht. Oder gebt ihr den Publizisten recht, die meinen, daß in unserer Gesellschaft die Bereitschaft, sich für seine Interessen einzusetzen, ständig abnimmt und sich statt dessen allgemeine Gleichgültigkeit breitmacht? Organisiert euch. Sonst bleibt ihr auf der Strecke. Und zwar auf der asphaltierten!
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