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ABS: Stiller <br /><br /> Helfer in Der NOT

Seit 16 Jahren sind Antiblockiersysteme für Motorräder auf dem Markt. Trotzdem wird der Großteil der Modelle noch immer ohne dieses Sicherheitssystem ausgeliefert. Zu teuer in der Entwicklung, zu teuer für den Kunden, zu gering die Nachfrage, lauten die Argumente.
Leute, aufwachen, und zwar alle! Niemand kann die segensreiche Wirkung von ABS in Grenzsituationen bestreiten. Also
her damit! BMW und Honda machen es vor, bieten preisgünstige
und gute Systeme an (siehe Seite 48). Es liegt an uns, Presse
und Motorradfahrer, dieses Sicherheitsfeature auch von anderen
Herstellern einzufordern. Klar, als Zeitschrift verkauft man mit diesem Thema nicht mehr Hefte. Im Gegenteil, MOTORRAD erhielt wegen der Honorierung des ABS in der Punktewertung so manchen bösen Leserbrief.
Viele Motorradfahrer glauben eben nach wie vor, ihr Hirn wäre schneller als ein 32-Bit-Microprozessor, ihre Bremshand feinfüh-
liger als ein hochpräzises Hydraulikventil. All jenen empfehle ich, das ABS aus ihrem Auto auszubauen. Wäre nur konsequent.
Dabei genügt es, ABS einfach mal auszuprobieren, um zu
verstehen, worum es MOTORRAD geht. So wie Kollegin Sibylle Wiebusch. Seit 25 Jahren Bikerin, immer schnell unterwegs.
Sie testete das ABS der neuen Honda CBF 600 – und war völlig begeistert, wie stark die Bremswirkung selbst auf nasser Straße noch ist, bis überhaupt die Regelung einsetzt. So stark hätte sie, ohne Antiblockiersystem nie gebremst. Und vielleicht einmal in einer Notsituation wertvolle Meter verschenkt.
Man muss aus ABS keine Ideologie machen. Man muss es einfach haben, wie im Auto, als stillen Helfer in der Not.
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