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Erik Buell Racing ist verkauft

Und zum Dritten!

Zum dritten Mal hat in den USA eine Versteigerung der Motorrad-Produktion von Erik Buell Racing (EBR) stattgefunden. Jetzt hat’s geklappt: Was von der Firma noch übrig war, ist verkauft. Doch was daraus wird, bleibt unklar.

Im April 2015 war das Aus für Erik Buell Racing EBR gekommen. Der US-Hersteller war zahlungsunfähig und hatte die Produktion einstellen müssen. Während alles geistige Eigentum in der Folge an den indischen Hero-Konzern ging, dem die US-Firma zur Hälfte gehört hatte, blieb fraglich, was aus der praktischen Fertigung der Firma werden sollte, sprich wer die Produktionsanlagen von EBR in East Troy, Wisconsin, kaufen würde.

Zweimal stand die Fertigung anschließend zum Verkauf. Zweimal ging der Zuschlag an Bruce Belfer, einen Industriellen aus Philadelphia und angeblichen Freund von Erik Buell. Mit dem Ingenieur gemeinsam wollte Belfer nach eigener Aussage die Motorrad-Produktion wieder ankurbeln. Zweimal scheiterte der Deal aber offenbar daran, dass keine Finanzierung zustande kam.

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Liquid Asset Partners bekam Zuschlag

Jetzt hat Liquid Asset Partners den Zuschlag bekommen. Die Firma ist für Erik Buell keine Unbekannte, hatte sie doch 2009 im Harley-Auftrag die Reste der US-Sportmotorradmarke Buell zu Geld gemacht. Die Fotos der einzelnen Auktionsposten (Motorräder, Autos, Werkzeuge, Computer etc.) stehen bis heute im Internet: liquidassetpartners.com

Doch offenbar soll sich die Geschichte nicht wiederholen: Denn anstelle die Reste von EBR in Einzelteilen zu verscherbeln, hat Liqud Asset Partners angekündigt, seinerseits einen Käufer für EBR zu suchen, der die Produktion der US-Sportmotorräder wieder aufnehmen will: „Die Bikes können frisch aus der Kiste mit den besten italinischen Rennsportmaschinen mithalten“, heißt es in einer Mitteilung des Finanzdienstleisters aus Michigan, USA.

Ehemalige Mitarbeiter in alle Himmelsrichtungen verstreut

Noch scheint das letzte Kapitel im Roman um Buells Maschinen also nicht beendet. Ehemalige Mitarbeiter Erik Buells halten ein Comeback trotzdem für immer unwahrscheinlicher. Grund: das „großartige Team von Angestellten“, von welchem Neu-Eigentümer Liquid Asset Partners in einer Pressemeldung schwärmt, sei seit der Pleite im April längst in alle Himmelsrichtungen verstreut und anderswo unter Vertrag.

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