Kühlsysteme: Luftkühlung

Kühlsysteme: Luftkühlung

Etwa ein Drittel der Verbrennungsenergie wird in Form von Wärme an den Motor abgegeben. Um die Bauteile thermisch nicht zu überlasten, muß mit Hilfe der Kühlung die Wärme an die Umgebungsluft abgeführt werden.

Etwa ein Drittel der Verbrennungsenergie wird in Form von Wärme an den Motor abgegeben. Um die Bauteile thermisch nicht zu überlasten, muß mit Hilfe der Kühlung die Wärme an die Umgebungsluft abgeführt werden.


Bei der im Motorradbau häufig verwendenten Luftkühlung wird die Wärme zum größten Teil über Zylinder und Zylinderkopf abgeführt. Deshalb sind luftgekühlte Motoren an Zylinderkopf und Zylinder reichlich mit Kühlrippen versehen, um eine möglichst große Kühlfläche zu bieten. Auch die Verwendung von Aluminium als Werkstoff für Zylinder und Zylinderkopf trägt dank seiner guten Wärmeleitfähigkeit dazu bei, die Wärmeabfuhr zu verbessern.

Bei der Fahrtwindkühlung, der einfachsten Art der Kühlung, müssen Zylinder und Zylinderkopf möglichst direkt dem Fahrtwind ausgesetzt sein.


Dagegen können mit der Gebläsekühlung, bekannt von Roller und Mopeds, auch verkleidete Motoren ausreichend gekühlt werden. Ein Gebläserad saugt durch Drehbewegung die Luft an und fördert sie über Leitbleche zum Motor weiter. Die durchgesetzte Luftmenge hängt dabei von der Motordrehzahl ab.


Die Vorteile luftgekühlter Motoren liegen vor allem in der einfachen Bauweise, dem kleinen Raumbedarf und dem geringen Gewicht. Die Luftkühlung ist zudem betriebssicher - sie funktioniert immer - und wartungsfrei.


Nachteil der Luft- gegenüber der Wasserkühlung ist die höhere Geräuschentwicklung durch den fehlenden Wassermantel um den Brennraum. Außerdem garantiert die Luftkühlung keine so gleichmäßige Wärmeabfuhr.


Das Motorenöl dient neben der Schmierung gleichzeitig auch zur Kühlung. Bei vielen luftgekühlten Motoren wird das Schmiermittels zusätzlich durch Ölkühler gepumpt, um seine Temperatur abzusenken. Man spricht dann von einem luft-/ölgekühlten Motor (siehe auch "Ölkühlung").

Fahrtwindgekühlte Motoren sind an Zylinder und Zylinderkopf großzügig verrippt. Diese Bauteile sind dem Fahrtwind direkt ausgesetzt.

Viele Rollermotoren werden von einem Gebläse gekühlt. Ein Gebläserad saugt die Luft an und fördert sie zum Motor weiter.

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