Motorradkauf: Diebstahl bei Probefahrt

Motorradkauf: Diebstahl bei Probefahrt

Kein vernünftiger Mensch kauft ein Motorrad ohne Probefahrt. Doch Vorsicht: Manchmal kehren Interessent samt Motorrad nicht zurück, daher heißt es für den Besitzer einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen - schließlich vertraut man ja einem wildfremden Menschen sein teures Stück an. Manche Verkäufer sind hier einfach zu vertrauensselig.

Kein vernünftiger Mensch kauft ein Motorrad ohne Probefahrt. Doch Vorsicht: Manchmal kehren Interessent samt Motorrad nicht zurück, daher heißt es für den Besitzer einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen - schließlich vertraut man ja einem wildfremden Menschen sein teures Stück an. Manche Verkäufer sind hier einfach zu vertrauensselig.


So sollte man dem Kaufinteressenten niemals den Fahrzeugbrief für die Probefahrt aushändigen. Der Brief ist ein Eigentumsnachweis - wer ihn hat, ist zunächst einmal der Eigentümer des Fahrzeugs.

Ideal wäre es, wenn der Interessent vor der Probefahrt zur Sicherheit beim Besitzer den Kaufpreis hinterlegt - ist aber recht utopisch, da dann, wohl auch mit Recht, der Käufer stutzig werden würde. So muß ein Kompromiß herhalten: Der Besitzer sollte in jedem Fall vor der Probefahrt den Führerschein des Interessenten kontrollieren - schließlich muß er sich ohnehin davon überzeugen, daß der Fahrer im Besitz der nötigen Fahrerlaubnis ist.


Die Hinterlegung des Führerscheins kommt als Sicherheit nicht in Frage, da der Interessent ihn erstens braucht, wenn er während der Probefahrt zufällig von der Polizei kontrolliert wird, und der Führerschein zweitens gestohlen oder gefälscht sein könnte (was bei Führerscheinen recht leicht funktioniert). Als Sicherheit behält der Verkäufer für die Dauer der Probefahrt am besten den Ausweis oder Paß des Interessenten oder notiert sich zumindest daraus Name, Nummer und Ausstellungsdatum und -behörde.


Auch ein Foto kann Wunder wirken, denn ein Dieb wird es sich wirklich gut überlegen, ob er wirklich während der Probefahrt mit dem Motorrad verschwinden soll, wenn ihn der Besitzer vorher fotografiert hat. Bei der Probefahrt mitzufahren, ist dagegen keine besonders gute Idee, denn wer weiß, wie es um die Fahrkünste des Interessenten bestellt ist?


Ein vom Interessenten hinterlassenes Auto oder Motorrad ist nur eine scheinbare Sicherheit, denn das Fahrzeug könnte schließlich auch gestohlen sein - das kommt übrigens häufiger vor, als man denkt. Sogar eine Begleitperson des Interessenten, die für die Dauer der Probefahrt beim verkäufer bleibt, stellt keine sichere Garantie dar, weil auch sie sich schließlich überraschend absetzen kann.

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