Dainese vor erneutem Verkauf

Finanzinvestor sucht neuen Käufer

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Damit wurde Dainese Anfang der 1970er schnell bekannt: mit farbenfrohen Lederkombis.Beeindruckende Schau im DAR: Kombis und Helme großer Fahrer, von Rossi bis Lorenzo.Stiefel, Handschuhe, Rückenprotektoren, Knieschleifer und natürlich Kombis.Im DAR von Dainese lässt sich ihre Entwicklung hautnah erleben.
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Der italienische Lederbekleidungsspezialist Dainese steht offenbar kurz vor dem Verkauf. Der Finanzfonds Investcorp aus Bahrain, der Dainese erst vor 4 Jahren übernommen hat, verhandelt wohl schon mit potenziellen Käufern.

Nach exklusiven MOTORRAD-Informationen erwägt der Finanzfonds Investcorp aus Bahrein, dem Dainese und AGV mehrheitlich gehören, tatsächlich den Verkauf. Allerdings erst 2019 und auch nur dann, wenn „die Finanzmärkte stabil bleiben“, wie es aus dem Umfeld des Fonds heißt.

Dainese steht gut da

Daran ist grundsätzlich nichts Überraschendes: Finanzfonds sind auf Geldvermehrung ausgelegt und haben das Ziel, mit ihren Investitionen möglichst viel Geld zu verdienen. Bei Dainese ist das gelungen: Der Umsatz des italienischen Herstellers für Schutzkleidung stieg von rund 120 Millionen im Jahr 2013 auf 187 Millionen im Jahr 2017, Tendenz weiter steigend. Investcorp hatte 2014 80 Prozent von Dainese und AGV für rund 130 Millionen Euro übernommen, inzwischen liegt der Schätzwert der Firma bei 300 bis 350 Millionen Euro. Bei einem Verkauf würden die restlichen 20 Prozent, die dem Firmengründer Lino Dainese gehören, in seiner Hand bleiben.

Zu den potenziellen Käufern von Dainese sollen Finanzgruppen wie Adrian und L-Catterton, aber auch internationale Fonds wie Carlyle und Permira gehören.

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