Initiative in Österreich

Lärmmessungen sollen Motorradfahrern helfen

Weil Motorräder nach Meinung mancher Anwohner zu viel Krach machen, drohen ihnen in Österreich Sperren auf bis zu acht Strecken, darunter das beliebte Hahntennjoch. Dagegen wendet sich nun die neu gegründete IG Moto aus Tirol aktuell mit einer Lärmmessung.

Die Stimmung gegenüber Motorradfahrern ist in einigen Tiroler Gemeinden derzeit stark gereizt. Daher wich die IG Moto mit ihrer Lärmmessung vorsichtshalber nach Südtirol aus. Zwei Ziele verfolgt sie damit: „Wir wollen zeigen, dass Motorradfahrer nicht allein verantwortlich für Verkehrslärm sind und gegen diese Ungleichbehandlung vorgehen,“ so der IG Moto-Vorsitzende Kai Bürskens aus dem Tiroler Lechtal. 

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Auch Motorradfahrer sensibilisieren

Aber auch die Motorradfahrer selbst sollen sensibilisiert werden: Mit der professionell durchgeführten Messung zeigt die IG Moto eindrücklich, wie stark sich der Lärmpegel erhöht, wenn ein Motorrad aus 50 km/h oder 80 km/h voll beschleunigt.

Foto: Uli Baumann
Auch am Hahntennjoch droht eine Streckensperrung für Motorräder.
Auch am Hahntennjoch droht eine Streckensperrung für Motorräder.

„Das sollten wir im Wohngebiet tunlichst unterlassen, wenn wir unserem Hobby auch künftig noch nachgehen wollen“, mahnt Kai Bürskens. Und der Sachverständige Martin Dämon ergänzt: „Ein einziger Raser, der das Gas aufreißt, ist so laut wie 28 normale Fahrer.“

Gemessen wurden unterschiedliche Motorräder unter Praxisbedingungen, zum Vergleich erfasste die IG Moto auch den Lärmpegel von Elektrofahrzeugen – mit teilweise überraschenden Ergebnissen. MOTORRAD war bei den Messungen in Südtirol dabei und berichtet im aktuellen Heft über diese engagierte Initiative von Motorradfahrern für Motorradfahrer.

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