MV Agusta und AMG trennen sich endgültig

Rückkauf der Firmen-Anteile abgeschlossen

MV Agusta F3 800 AMG.MV Agusta F3 800 AMG.MV Agusta F3 800 AMG.MV Agusta F4 RC.13 Bilder

Der Rückkauf der Firmen-Anteile von AMG ist abgeschlossen. Damit ist MV Agusta wieder ganz im Besitz von Giovanni Castiglioni und dem russischen Investor Timur Sardarov.

Die unglückliche Kooperation zwischen MV Agusta und AMG ist endgültig Geschichte. MV Agusta hat die Firmenteile von AMG zurückgekauft. 25 % der Firmenanteile hatte die Mercedes-Tochter im Herbst 2014 gekauft gehabt. Mit dem Deal möchte MV Agusta den Beginn einer neuen Ära einläuten. Für 2018 wurde ein komplett neu entwickelter Vierzylinder angekündigt, der die Euro4-Norm erfüllen wird. Fans der Marke dürfen sich somit berechtigte Hoffnungen auf brandneue Sportmotorräder machen. Steht eine neue F4 in den Startlöchern? Auch eine neue Brutale mit dem neuen Vierzylinder-Motorrad wäre denkbar.

Die Ankündigung wird aller Wahrscheinlichkeit nach zusätzlich Auswirkungen auf die Superbike-WM haben, in der der italienische Hersteller mit der MV Agusta F4 RR an den Start geht. Das eingesetzte Motorrad basiert dabei auf dem Modell, das im Jahr 2005 eingeführt wurde. Damit ist die F4 derzeit noch das älteste Motorrad im Starterfeld der Superbike-WM.

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Meldung vom 25.07.2017:

Seit Herbst 2014 besitzt Mercedes-AMG 25 Prozent des Motorradherstellers MV Agusta. Diese Beteiligung wird jetzt beendet.

In einer Pressemitteilung kündigt MV Agusta an, die bisher vom Autobauer Mercedes AMG gehaltenen Anteile von 25 Prozent jetzt zurückzukaufen. Das Geld dafür, so denn überhaupt welches fließen wird, stammt vom russischen Investor ComSar Invest.

Dieser hatte 2016 seinen Einstieg bei dem hoch verschuldeten italienischen Motorradbauer MV Agusta angekündigt, damals aber offen gelassen, was aus den AMG-Anteilen werden solle.

Auf Anfrage von MOTORRAD hat Mercedes AMG den Rückzug aus der Beteiligung an MV Agusta jetzt bestätigt: Im Rahmen des Umschuldungsplans für MV wolle man "den Weg frei machen für den geplanten Einstieg eines neuen Investors und seine Minderheitsbeteiligung abgeben".

Über die Modalitäten der Rückgabe dieser Minderheitsbeteiligung werde derzeit noch verhandelt, erklärte eine Sprecherin von Mercedes AMG.

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