Geplanter Ducati-Verkauf - jetzt doch nicht?!

Klares Indiz

Monatelang rissen die Spekulationen um den möglichen Verkauf der Marke Ducati nicht ab. Jetzt scheint sicher, dass Audi (und damit VW) den italienischen Hersteller erst einmal behält.

Harley-Davidson, Royal Enfield, Benetton, der frühere Ducati-Eigner Bonomi, dazu mehrere Investmentfonds – sie alle sollen in den letzten Monaten lebhaftes Interesse an einer Übernahme von Ducati bekundet haben. Doch nun scheint das Thema vom Tisch. Zunächst hatte sich bereits der VW-Betriebsrat vehement gegen den Verkauf von Ducati ausgesprochen. Und betriebsinternen Streit wegen der kleinen und finanziell unbedeutenden Tochterfirma anzufangen, dürfte für VW-Boss Matthias Müller mitten im Abgasskandal keine Option sein.

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Foto: P3
Das gemeinsame Logistikzentrum von Ducati und Lamborghini, das noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, befindet sich nahe des Flughafens Bologna.
Das gemeinsame Logistikzentrum von Ducati und Lamborghini, das noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, befindet sich nahe des Flughafens Bologna.

Aktuell hat nun offenbar Audi-Chef Rupert Stadler in einem internen Schreiben an Ducati-Boss Claudio Domenicali versichert, dass alles beim Alten bleibe. Sowohl Ducati als auch Audi hatten in den letzten Monaten jeden Kommentar zum Thema verweigert. Ein weiteres Indiz dafür, dass es nun doch nicht zum Verkauf kommt, ist das gemeinsame Logistikzentrum, das gerade für Ducati und die ebenfalls zu Audi gehörende Edelmarke Lamborghini entsteht (Computergrafik links). Es liegt nahe des Flughafens Bologna, auf halbem Weg zwischen den beiden italienischen Audi-Töchtern, und soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Ducati will von dort aus Ersatzteile, Zubehör und Bekleidung in alle Welt liefern.

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