Motor-Innereien vergessen nichts

MOTORRAD-Ölfibel: Ölstandskontrolle

Ölstandskontrollen und Ölwechsel sind beim Bike schnell gemacht, und der Motor belohnt gutes Schmiermittel-Management mit langer Lebensdauer.

Foto: fact
Ein Schauglas ist komforatbler als ein Peilstab. Aber letzterer taugt nicht als Ausrede, bei der Ölstandskontrolle zu schludern.
Ein Schauglas ist komforatbler als ein Peilstab. Aber letzterer taugt nicht als Ausrede, bei der Ölstandskontrolle zu schludern.

Der Motorradfahrer an sich, speziell der männliche, neigt dazu, Bedienungsanleitungen zu ignorieren: Weiß man, kann man, hat man doch alles schon gemacht – Handbücher sind etwas für Lutscher! Wenn's ums Öl geht, ist der Blick in die Bordliteratur allerdings dringend angeraten, denn neben der zu verwendenden Ölspezifikation steht dort auch, wie die Ölstandskontrolle zu erfolgen hat.

Ein durchaus vielschichtiges Thema; denn das altbekannte "Maschine aufrecht stehend, Motor warmgefahren, ein paar Minuten warten" gilt längst nicht mehr uneingeschränkt. Einige Modelle, so zum Beispiel manche Chopper/Cruiser, sollen ausdrücklich auf dem Seitenständer stehen, während gemessen wird. Und auch bei einigen mit Trockensumpfschmierung antretenden Motorrädern ist es mit „ein paar Minuten Warten“ nicht getan. Da gibt es ganz genaue Zeitvorgaben, was das Warmlaufen und anschließende Sackenlassen angeht.

Doch warum soll man sich den Aufwand überhaupt antun? Weil ein korrekter Ölstand und der regelmäßige Wechsel des Schmierstoffs DIE Faktoren für ein langes Motorleben sind. Verbrauchte Zündkerzen, verstopfter Luftfilter – alles nicht schön, aber in Sachen Folgeschäden nicht wirklich bedenklich. Mehr als erhöhter Verbrauch und schlechteres Ansprechverhalten sind meist nicht zu befürchten. Zu wenig oder zu altes Öl sind dagegen unverzeihlich; denn die Motorinnereien – speziell die der ohnehin schon hoch belasteten Motorradmotoren mit ihrer relativ geringen Ölfüllmenge – vergessen gar nichts. So sollte sich auch der größte Service-Schluffi regelmäßig zumindest ums Öl kümmern.

Was kein Hexenwerk ist. Im Unterschied zum Pkw lassen sich Ablassschraube, Ölfilter und Einfüllstutzen meist gut erreichen. Vorm Wechsel ist noch etwas Beschaffungsarbeit angesagt. Neben dem Öl und dem Filter werden meist auch neue Dichtungen und/oder Dichtringe benötigt. Und natürlich passendes Werkzeug – Stichwort Drehmomentschlüssel.

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