Sekundärantrieb: Allgemeines

Sekundärantrieb: Allgemeines

Der Sekundärantrieb ist die treibende Verbindung zwischen Getriebausgang und Hinterrad.

Der Sekundärantrieb ist die treibende Verbindung zwischen Getriebausgang und Hinterrad.


Vor allem Motoren mit querliegenden Kurbelwellen und parallel dazu angeordneten Getriebewellen nutzen hierfür in der Regel eine Kette. So kann die Kraft vom Ritzel auf der Getriebeausgangswelle ohne Umlenkung auf das Kettenrad des Hinterrads wirken.

Manche Maschinen treibt ein wartungsfreundlicher Zahnriemen vorwärts, dessen größerer Platzbedarf jedoch ein Nachteil ist.
Liegen die Kurbelwelle und die Getriebewellen längs zur Fahrtrichtung, bietet sich ein Kardanantrieb an. Die Kardanwelle kann direkt am Getriebeausgang angeflanscht werden, am Hinterrad lenkt ein Kegelradgetriebe den Drehsinn im rechten Winkel um. Liegen die Getriebewellen quer zur Fahrtrichtung, muß beim Kardanantrieb eine zweite Umlenkung direkt am Getriebeausgang untergebracht werden.


Egal ob Ketten-, Zahnriemen- oder Kardanantrieb, das Übersetzungsverhältnis errechnet sich aus dem Verhältnis der Zähnezahl des abtreibenden zur Zähnezahl des antreibenden Rades. Im allgemeinen liegen die Werte bei der Sekundärübersetzung zwischen 1,5 und 3,5.


Dreht sich die Getriebeausgangswelle zum Beispiel mit 250/min bei einer Sekundärübersetzung von 2,5, dann beträgt die Raddrehzahl 100/min. Wirkt zugleich ein Drehmoment von 720 Nm an der Getriebausgangswelle, dann beträgt der Wert am Hinterrad 1800 Nm. Die übertragene Leistung bleibt - mal abgesehen von den Übertragungsverlusten - gleich, da sie das Produkt aus Drehzahl mal Drehmoment ist. Aus der Beziehung Kraft = Drehmoment / Hebelarm ergibt sich bei einem 17-Zoll-Hinterrad mit etwa 0,33 Meter Radius eine Zugkraft an der Reifenaufstandfläche von über 5500 Newton - ein durchaus realistischer Wert beim Anfahren im ersten Gang.

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Selbst bei intensiver Plege verschleißt eine Kette schneller als andere Sekundärantriebe.

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Ein Zahnriemen bringt die Leistung umweltfreundlich, geräusch- und wartungsarm zum Hinterrad.

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Bei längsliegenden Kurbelwellen bietet sich ein Kardanantrieb an.

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