Zündkerzen prüfen und wechseln

Zündkerzen prüfen und wechseln

Schlechter Kaltstart, unrunder Motorlauf? Oft nur ein Problem verschlissener Zündkerzen.

Schlechter Kaltstart, unrunder Motorlauf? Oft nur ein Problem verschlissener Zündkerzen.
Zündkerzen gibt es in allen erdenklichen Varianten. Sie unterscheiden sich durch ihre äußeren Abmessungen und, was besonders wichtig ist, durch den sogenannten Wärmewert. Letzterer ist ein Maß für die thermische Belastbarkeit der Zündkerze, dieser muß auf die Bedingungen des Motors abgestimmt sein. 

Das alles ist in der Bezeichnung codiert. Grundsätzlich ist immer die Kerze zu verwenden, die der Hersteller vorschreibt. Allerdings kann auch auf einen anderen Kerzenhersteller ausgewichen werden, dafür gibt es Vergleichstabellen.


Achtung:
Kerzen, die nicht den Angaben entsprechen, können Motorschäden verursachen.

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DAS BRAUCHT DER SCHRAUBER
Der passende Zündkerzenschlüssel ist grundsätzlich in jedem Bordwerkzeug vorhanden. Bei manchen Motorrädern läßt sich die Zündkerze mit dem serienmäßigen Zündkerzenschlüssel nur unter Schwierigkeiten wechseln. Ein im Zubehörhandel erhältlicher Zündkerzenschlüssel mit Gelenk vereinfacht dann eventuell das Arbeiten. Im Bordwerkzeug befindet sich ein Metallplättchen zum Messen des Elektrodenabstands. Falls nicht, gibt es im Zubehörhandel Fühlerlehren, die auch zum Einstellen der Ventile taugen, oder einzelne Plättchen. Die Flachzange aus dem Bordwerkzeug wird am besten durch eine vielseitiger verwendbare, robustere kleine Wasserpumpenzange ersetzt.

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1. Zuerst muß der Kerzenstecker runter. Dabei nie am Kabel, sondern immer direkt am Stecker ziehen. Festsitzende Stecker durch leichte Drehbewegungen lösen. Bei verschmutzten Motoren die Umgebung der Kerze reinigen, um zu verhindern, daß Schmutz oder Fremdkörper über das Zündkerzenloch in den Zylinder gelangen.

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2. Mit passendem Steckschlüssel die Kerze gegen den Uhrzeigersinn lösen. Durch Ablagerungen am Kerzengewinde lassen sich manche Zündkerzen nur schwer herausdrehen. Meist läßt sich dies durch leichtes Hin- und Herdrehen lösen. In hartnäckigen Fällen hilt ein Kriechöl, das auf den Gewindesitz gesprüht wird und in das Gewinde sickert.

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3. Sind die Elektroden an den Kanten rundlich abgebrannt oder haben großen Abstand, sind die Kerzen verschlissen. Aber auch bei neuen Kerzen sollte der Elektrodenabstand, mittels einer Fühlerlehre, kontrolliert werden. Bei falschem Abstand wird der kleine Elektrodenbügel durch vorsichtiges Auf- oder Zubiegen auf das richtige Maß gebracht.

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4. Um ein Festbacken des Kerzengewindes im Aluminium des Zylinderkopfs zu vermeiden, sollte das Gewinde mit etwas Kupferpaste bestrichen werden. Vor dem Einbau darauf achten, daß der Dichtring auch tatsächlich auf dem Gewinde montiert ist. Meist sind die Dichtringe so gesichert, daß sie bei der Montage nicht über das Gewinde rutschen können.

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5. Je nach Bauart wird der Kerzenstecker entweder direkt auf das kleine Gewinde am Isolator aufgesteckt, oder auf das Gewinde muß eine kleine Anschlußmutter aufgeschraubt werden. In jedem Fall muß der Stecker mit einem leichten Widerstand auf die Kerze aufgedrückt werden und fest sitzen. Lose Stecker können Zündaussetzer verursachen.

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6. Mit der Hand und viel Gefühl sollte die Kerze in das empfindliche Feingewinde eingeschraubt werden. Bei unzugänglichen Kerzenlöchern wird die Kerze mit dem Steckschlüssel angesetzt und eingedreht. Die Kerze muß sich zumindest über drei oder vier Umdrehungen leicht einschrauben lassen, um sicher zu gehen, daß sie im Gewinde nicht schief angesetzt ist.

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