Superbike-WM 2018 in Buriram

Davies triumphiert, Rea zeigt Nerven

Chaz Davies auf Siegeskurs.

Ducati-Pilot Chaz Davies gewinnt das zweite Rennen in Buriram souverän. Yamaha macht sensationell gute Figur. Laverty und Torres kollidieren.

Das zweite Rennen auf dem Chang International Circuit war geprägt von ständigen Zweikämpfen und Positionswechseln. Chaz Davies (Ducati) war der Mann der Stunde, der das Rennen klar für sich entscheiden konnte. Die weiteren beiden Podiumsplätze belegte Yamaha mit Michael van der Mark und Alex Lowes. Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) zeigte Nerven und musste sich nach mehreren Fahrfehlern mit Rang fünf zufrieden geben. Sykes (Kawasaki) beendete das Rennen aufgrund technischer Probleme frühzeitig.

Yamaha dominiert erste Rennhälfte

Es schien als würde Leon Camier, (Honda) der wegen der gestürzten Startaufstellung im zweiten Rennen von der Pole startete, seine Position behaupten und an seinen Leistungen vom Vortag anknüpfen können. Doch bereits in der ersten Runde wurde deutlich: Yamaha bläst heute zur Attacke!
Somit dauerte es nicht lange bis Michael van der Mark und Alex Lowes die erste Hälfte des Rennen anführten und souverän eine Runde nach der anderen abspulten. Allerdings war es Chaz Davies der Yamahas Plan durchkreuzen sollte: Zur Mitte des Rennens legte der Brite seinen Schalter in Angriffsmodus um schnappte sich nach und nach einen Yamaha-Piloten nach dem anderen schnappte und sah schließlich den Circuit von ganz vorne.

Rea mit vielen Fehlern

Weltmeiter Jonathan Rea kämpfte im zweiten Rennen extrem mit Nervösität und seinen Nerven. Viele Fahrfehler machten sich beim Kawsaki-Piloten bemerkbar, weshalb es für ihn nur für Rang vier reichte.

Foto: 2snap
Anders wie am Vortag, verlief es für Jonathan Rea am Rennsonntag weniger zufriedenstellend.
Anders wie am Vortag, verlief es für Jonathan Rea am Rennsonntag weniger zufriedenstellend.

Xavi Fores (Ducati), der sich im ersten Rennen noch in absoluter Bestform präsentierte, kam als Fünfter über die Ziellinie. Ihm folgten Honda-Pilot Leon Camier und Marco Melandri (Ducati). Unauffällig aber souverän gelang dem türkischen Youngstar Toprak Razgatlioglu (Kawasaki) ein sensationeller achter Platz, nach dem er beim ersten Rennen als 15. übers Ziel kam. Lorenzo Savadori (Aprilia) und Neuling PJ Jacobsen (Honda) komplettieren die Top 10.

Laverty und Torres kollidieren

In Runde fünf kam es zu einer schwerwiegenden Kollision zwischen Eugene Laverty (Aprilia) und Jordi Torres (MV Augusta). Beide Fahrer mussten noch an der Strecke ärztlich versorgt werden und wurden anschließend direkt für Folgeuntersuchungen ins Medical Center gebracht. Wie es zur Kollision gekommen war und ob die Fahrer schwere Verletzungen davon getragen haben, war zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels noch unklar.
Während Rea ums Podium mitfuhr, kämpfte Teamkollege Tom Sykes hingegen mit der Technik seiner Kawsaki. Das traurige Ende vom Lied: Sykes beendete 13 Runden vor Schluss das Rennen und verlässt Thailand mit einem bitteren Nachgeschmack.

Das nächste Rennwochenende der World Superbike Weltmeisterschaft findet vom 13. bis 15. April im MotorLand Aragon in Spanien statt. Zwei Wochen, in denen sich Sykes, Rea und Co. auf ein weiteres Rennspektakel vorbereiten können, das durch die neuen Reglements garantiert ist.

Ergebnis des zweiten Rennens

1. Chaz Davies
2. Michael van der Mark
3. Alex Lowes
4. Jonathan Rea
5. Xavi Fores
6. Leon Camier
7. Marco Melandri
8. Toprak Razgatlioglu
9. Lorenzo Savadori
10. PJ Jacobsen
11. Yonny Hernandez
12. Loris Baz
13. Ramon Ramos
14. Jake Gagne

Out: Leandro Mercado
Out: Tom Sykes
Out: Jordi Torres
Out: Eugene Laverty
Out: Ondrej Jezek

1. Rennen

Weltmeister Jonathan Rea hat sich beim zweiten Rennen der World Superbike Weltmeisterschaft 2018 auf dem Chang International Circuit in Buriram mit einem Holeshot-Sieg wieder zurückgemeldet. Der Brite setzte sich von Beginn an durch und führte über die gesamten 20 Runden das Renngeschehen vor dem Spanier Xavi Forres an. Leon Camier verlor nur drei Runden den gegen Chaz Davies stark umkämpften dritten Platz.

Sykes versucht und scheitert kläglich

Im ersten Rennen erwischte Polesetter Rea einen guten Start und ging vor Sykes (beide Kawasaki) und Camier (Honda) in die erste Kurve. Xavi Fores (Ducati) fackelte nicht lange und versuchte Camier zu attackieren, jedoch konnte der Honda-Pilot dies erfolgreich abwehren. Auch Sykes lauerte zu Beginn am Heck seines Teamkollegen Rea, weshalb es am Ende der ersten Runde auch zu einem Duell zwischen den beiden kam, bei dem der dreifache Weltmeister jedoch wieder als der Stärkere hervorging und von da an seine Position bis zur Zielflagge nicht mehr aus der Hand gab.

Honda zurück in der Spitzenklasse

Tom Sykes kämpfte hingegen damit die Pace zu halten, was Leon Camier wiederum für sich zum Vorteil nutztean Sykes vorbeiging. Jedoch dauerte es nicht lange und Xavi Fores klebte wie bereits in den ersten Runden am Heck des Honda-Piloten, der sich gegen die Ducati letztendlich geschlagen geben musste. Doch kein Grund zum Trübsal blasen: Das ganze Wochenende über bewies Camier mit sensationellen Leistungen im Vergleich zu den Vorjahren, dass mit Honda definitiv wieder zu rechnen ist.

Foto: 2snap
Mit Leon Camier verzeichnet Honda wieder Erfolge. Seit langem sah sich Honda wieder an der Spitze des Renngeschehens mitfahren.
Mit Leon Camier verzeichnet Honda wieder Erfolge. Seit langem sah sich Honda wieder an der Spitze des Renngeschehens mitfahren.

Besonders im Duell um Platz drei gegen Chaz Davies bewies Camier Motorsport auf höchstem Niveau in den letzten vier Runden. Auf Biegen und Brechen versuchte Camier seinen Podiumsplatz gekonnt und mit ganzem Körpereinsatz zu verteidigen, konnte letztendlich aber der Ducati-Power nicht dauerhaft standhalten. So ging Davies in der vorletzten Runde an Camier vorbei und sicherte sich den dritten Podesplatz.

Melandri kämpft mit Hitze

Wie auch in Australien lieferten sich die beiden Yamaha-Teamkollegen Alex Lowes und Michael van der Mark wieder einen Zweikampf, bei dem auch in Buriram wieder Alex Lowes die Nase vorn behielt. Zwei Runden vor Rennende passierte Lowes dann auch Tom Sykes und ging als Fünfter über das Ziel. Michael van der Mark gelang Rang sieben, vor Marco Melandri. Der Italiener, der sich in Phillip Island beim ersten Rennen bärenstark auferlegt zeigte, kämpfte im Rennen nicht nur mit seinen Rennkollegen, sondern auch mit der thailändischen Hitze. Eugene Laverty und Jordi Torres komplettierten die Top 10.

Das zweite Rennen in Buriram in Thailand findet am morgigen Sonntag, 25. März, um 11 Uhr statt.

Ergebnis des ersten Rennens

1. Jonathan Rea
2. Xavi Fores
3. Chaz Davies
4. Leon Camier
5. Alex Lowes
6. Tom Sykes
7. Michael van der Mark
8. Marco Melandri
9. Eugene Laverty
10. Jordi Torres
11. Loris Baz
12. Lorenzo Savadori
13. Leandro Mercado
14. Roman Ramos
15. Toprak Razgatlioglu
16. Yonny Hernandez
17. PJ Jacobsen
18. Jake Gagne
Out Ondrej Jezek

Superpole

Der zweite Kampf um die Pole Position ist geschlagen und Kawasaki übernimmt wieder das Kommando. Weltmeister Jonathan Rea sicherte sich in einem finalen Showdown mit einer 1:32, 814 die schnellste Rundenzeit und zugleich seine dritte Pole auf dem Chang International Circuit in Buriram. Allerdings war Rea mit seiner Zeit nur um 0,003 Sekunden schneller als Teamkollege Tom Sykes, der beim ersten Rennen am späten Nachmittag auf Rang zweit steht. Ohnehin lagen die Zeiten sehr dicht zusammen: Die Top 10 trennt nur etwa eine halbe Sekunde vom Polesetter. Letzter im Bunde der ersten Startreihe ist Leon Camier mit seiner Honda Honda CBR1000RR. Mit einem Zeitenergebnis von 1:32,922 hat das Red Bull Honda World Superbike Team definitiv wieder Grund zur Freude.

Melandri stürzt in letzter Minute

Sichtlich wohl fühlte sich der Spanier Jordi Torres auf dem thailändischen Circuit. Zwar führte er zwischenzeitlich die SP2, jedoch reichte es für den MV Augusta-Fahrer letztendlich nur für Startplatz vier. Auf Platz fünf schaffte es Xavi Fores, gefolgt von Alex Lowes, der zuvor bei FP4 am Morgen die Nase vorn hatte.

Foto: 2snap
Marco Melandri startete von Platz 7.
Marco Melandri startete von Platz 7.

Der Unglücksrabe im SP2 hieß Marco Melandri. Mit einer guten Pace stark aufgelegt, stürzte der Italiener eine Minute vor Schluss in Sektor eins wegen eines Bremsfehlers und rutschte durch auf Startplatz sieben. Neben ihm starten beim ersten Rennen Eugene Laverty (Aprilia) und Ducati-Pilot Chaz Davies. Die Top 10 rundet der Niederländer Michael van der Mark (Yamaha) ab.

Salvadori und Razgatlioglu weiter in SP2

In der Superpole 1 setzen sich mit einer Rundenzeit von 1:33,956 Minuten Lorenzo Salvadori durch, der trotz Schlüsselbeinbruch das Maximum für sich herausholen konnte. Youngstar Toprak Razgatlioglu gelang eine 1:34,034-Rundenzeit und schaffte es ebenfalls in SP2.
Auch Honda-Pilot Jake Gagne zeigte sich glänzend aufgelegt, führte zwischenzeitlich auch die SP1 an. Jedoch machte ihm ein Highsider in Sektor drei in seiner letzten Runde einen Strich durch die Rechnung auch in der SP2 um einen Starterplatz zu kämpfen.

Superpole-Ergebnis

1. Jonathan Rea
2. Tom Sykes
3. Leon Camier
4. Jordi Torres
5. Xavi Fores
6. Alex Lowes
7. Marco Melandri
8. Eugene Laverty
9. Chaz Davies
10. Michael van der Mark
11. Lorenzo Savadori
12. Toprak Raggatlioglu
13. Leandro Mercado
14. Jake Gagne
15. Loris Baz
16. Roman Ramos
17. PJ Jacobsen
18. Yonny Hernandez
19. Ondrej Jezek

Das erste Rennen startet um 9:40 Uhr.

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