Kawasaki GPZ 900 R, Kawasaki ZX-10R

Fortschritt ist die Latte höher legen

M Motor: wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, zwei oben liegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile pro
Zylinder, Tassenstößel, Nasssumpfschmierung, Einspritzung, Ø 43 mm, U-Kat, mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, O-Ring-Kette. Bohrung
x Hub 76 x 55 mm, Hubraum 998 cm3, Verdichtungsverhältnis 12,7:1, Nennleistung 128,4 kW (175 PS) bei 11700/min, max. Drehmoment 115 Nm bei 9500/min. M Fahrwerk: Brückenrahmen aus Aluminium, Upside-down-Gabel, Ø 43 mm,
Doppelscheibenbremse vorn, Ø 300 mm, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm,
Reifen 120/70 ZR 17; 190/50 ZR 17.
M Maße und Gewichte: Radstand 1385 mm, Gewicht vollgetankt* 198 kg, Tankinhalt 17 Liter. Preis: 12995 Euro.

Technische Daten: Kawasaki GPZ 900 R

M Motor: wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, zwei oben liegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, Schlepphebel, Nasssumpfschmierung, Flachschiebervergaser, Ø 34 mm, hydraulisch betätigte Mehrscheiben-
Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, O-Ring-Kette. Bohrung x Hub 72,5 x 55 mm, Hubraum 908 cm3, Verdichtungsverhältnis 11:1, Nennleistung 85 kW (115 PS) bei 9500/min, max. Drehmoment 86 Nm bei 8500/min. M Fahrwerk: Rückgratrahmen aus Stahl, Telegabel, luftunterstützt, Ø 38 mm, Doppelscheibenbremse vorn, Ø 280 mm, Scheibenbremse hinten, Ø 270 mm, Reifen 120/80 VB 16; 140/70 VB 18.
M Maße und Gewichte: Radstand 1495 mm, Gewicht vollgetankt* 257 kg, Tankinhalt 22 Liter. Preis (1984): 11690 Mark.

Fazit

Zwanzig Jahre Altersunterschied, das heißt unzählige Modellwechsel, permanente Verbesserungen in vielen kleinen oder manchen größeren Schritten. Das Ergebnis ist der unglaubliche Level aktueller Supersportler wie die ZX-10R. Sicher nicht der Endpunkt der Entwicklung, aber ein Höhepunkt wie die GPZ 900 R zu ihrer Zeit. Was mag die Zukunft bringen? Noch mehr Leistung, noch weniger Gewicht, weitere Technologieschübe? So sicher wie das Amen in der Kirche. Wenn auch – wie zu jeder Zeit – kaum vorstellbar.

Punktewertung: Antrieb

Dramatische Unterschiede:
Frühere Spitzenleistungen
verblassen gegen das Potenzial moderner Technologie.
Bemerkenswert zudem, wie gierig der ZX-10R-Antrieb am Gas hängt. Und die gesamte Bedienung – kuppeln, schalten, starten – klappt heute ebenfalls besser. Wie ein Getriebe zu stufen ist, wusste man auch früher schon.

Punktewertung: Fahrwerk

Ebenso gross der Fortschritt beim Chassis. Der Klassiker läuft zwar passabel geradeaus, lenkt sich jedoch indifferent. Die Federung der ZX-10R
hat eine gewisse Härte, die GPZ ist dagegen bockig.

Punktewertung: Sicherheit

Bei den Bremsen muss die GPZ eine weitere, herbe Nieder-
lage einstecken. Gegen die
moderne Einfingerbremse ist mit Einkolbensätteln nichts auszurichten. In einem Punkt
aber kann der Oldie kontern: Lenkerschlagen ist ihm
praktisch fremd, ein solider Geradeauslauf seine Stärke. Zudem verringern schmale Reifen das Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage.

Punktewertung: Alltag

Hier sind die Unterschiede nicht mehr so dramatisch. Zumal die GPZ mit größerem Tank und ähnlich gutem Verbrauch auf eine höhere Reichweite kommt als die ZX-10R.

Punktewertung: Komfort

Die Achillesferse moderner Sportler: der eingeschränkte Komfort. Lange Touren
auf der GPZ absolvieren beide Passagiere erheblich entspannter.

Punktewertung: Kosten / Umwelt

18 Punkte mehr für die Umwelt:
Heutige Einspritzmotoren
haben schädliche Emissionen minimiert, obwohl der Verbrauch gar nicht so sehr
gesenkt wurde. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nicht direkt vergleichbar, eine GPZ wäre heute viel teurer.

Zur Startseite
Bekleidung IXS 207 2.0 Endurohelm IXS 207 2.0 Endurohelm für On- und Offroad-Fahrer Harley-Davidson Boom! Audio Full-Face Helm Harley-Davidson Boom Integralhelm mit Kommunikationssystem
Fahrpraxis Kurven fahren mit dem Motorrad Technik, Linie, Lenkimpuls Richtige Blickführung Technik vor und in Kurven
1000PS
Anzeige
Reisen MOTORRAD Ride mit herausnehmbarer Karte Touren, Tipps und Reisen rund um den Gardasee Dakar-Profi Jordi Arcarons Motorradreise in der Sahara Marokko-Tour mit Dakar-Profi