Yamaha R1M im Fahrbericht

Nichts außer Grip und Stabilität

Foto: Yamaha 31 Bilder

Wir durften mit der Yamaha R1M, bestückt mit Bridgestone-Slicks, auf die Strecke. Und da ging die Post ab.

1200 Stück wurden von der Yamaha R1M gebaut, 124 für Deutschland. Und die sind bereits ver­griffen. Doch keine Sorge, für 2016 gibt es Nachschub.

Karbon-Verkleidung, polierte Schwinge und Alu-Tank sowie das ansonsten optionale, hier serienmäßige Data Recording System (CCU) mit GPS adeln sie zur Yamaha R1M. Und vor allem natürlich das elektronisch geregelte Öhlins-Fahrwerk (ERS, Electronic Race Suspension). Bereits die fein ansprechenden Kayaba-Federelemente der R1 sorgen für zufriedene Mienen. Weder zackig durchgerissene Schräglagenwechsel noch heftiges Herausbeschleunigen aus Kurven brachten die Federelemente in echte Verlegenheit. Lediglich die Gabel schien für die harte Gangart in der Grundabstimmung ein wenig zu soft. Bei harten Manövern wie dem harschen Umlegen auf der Bremse kam etwas Bewegung ins ­Gebälk, wo bei der Yamaha R1M schlicht Ruhe an Deck herrschte. Statt der eher weichen ­Federn mit 9,0 N/mm stecken in der R1M-Gabelfedern mit 10,5 N/mm Federrate. Die hintere Feder ist mit 90 statt 88 N/mm nur geringfügig härter.

Fantastische Rückmeldung vom Vorderrad

In Verbindung mit den ultraklebrigen Rennpellen klappte die Yamaha R1M noch williger hinab bis in tiefste Schräglagen als die R1. Die Rückmeldung vom Vorderrad war fantastisch. So pfefferte man die R1M immer verwegener in die Ecken, zog immer selbstbewusster am Kurvenausgang am Gas – und stets klebte die R1M förmlich auf der Strecke, lieferte nichts außer Grip und Stabilität. Nerven nörgelnde Tester normalerweise nach ihren Turns die anwesenden Techniker mit Änderungswünschen zum Fahrwerks-Setup, blieben sie hier unbehelligt.

Rund 40-mal, so die Öhlins-Techniker, ändert die ERS pro Runde in Eastern Creek die Abstimmung der Dämpfung – vom Fahrer weitgehend unbemerkt. Die Yamaha R1M besitzt einen automatischen und einen manuellen Modus. In jedem Modus können drei verschiedene Abstimmungen hinterlegt werden. Hier können sich Setup-Tüftler also noch austoben.

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Das unterscheidet R1M von R1

Foto: Yamaha
22.995 Euro kostet die Yamaha R1M, bei der Yamaha R1 sind es 18.495 Euro.
  • Elektronisch geregelte Öhlins Federelemente (ERS), Gabel mit TiN-beschichteten Gleitrohren
  • Communication Control Unit (CCU) mit GPS und drahtloser Datenübertragung
  • Hinterreifen 200/55 ZR 17
  • Verkleidung, vorderer Kotflügel und Höckerabdeckung aus Karbon
  • Aluminium-Tank und -Schwinge poliert
  • eineinhalbtägiges Renntraining mit Yamaha im Preis enthalten
  • goldfarbene Bremssättel

Technische Daten Yamaha R1M

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