Was fährt eigentlich: Heino Büse

20 Fragen an Heino Büse

Foto: archiv

Zwölf deutsche Meistertitel, zwei europäische Titel, dazu der Triumph bei den Sixdays auf der Isle of Man: Die sportliche Bilanz des Heino Büse, unter Freunden und Fans als „Düse-Büse“ bekannt, kann sich sehen lassen.

Los ging es in früher Jugend auf einer Dreigang-Kreidler. „Schon damals lieber im Gelände als auf der Straße“, betont der heute 66-Jährige. In den Siebzigern wurden die Titel abgeräumt – vornehmlich auf Maico, Hercules und KTM. 1982 fiel der Startschuss für den Motorradzubehörhandel, die Heino Büse MX Import GmbH, wo der Ex-Berufssoldat bis heute erfolgreich am Kabel zieht.

Interview

Ihr aktuelles Motorrad?
Eine BMW R 1200 GS.

Und Ihr erstes?
Eine 50-cm³-Kreidler.

Hand aufs Herz: Ihr schönstes?
Die Geländemaschinen von Maico.

Welches Bike würden Sie nie (wieder) kaufen?
Es gab keines, welches ich nicht wieder kaufen würde.

Schnelle Entscheidung, kurz begründet:

Kette oder Kardan?
Ein Kardan, weil er pflegeleicht ist.

Luft- oder Wasserkühlung?
Natürlich Wasserkühlung, denn das ist heute allgemeiner Standard.

Stummellenker oder Lenkstange?
Als alter Geländefahrer bevorzuge ich die Lenkstange.

Drahtspeichen- oder Schmiederäder?
Ich bevorzuge Speichenräder, die sehen optisch einfach schöner aus.

Gore-Tex oder Einteiler?
Ein komfortabler Textil-Zweiteiler mit einer wasserdichten und atmungsaktiven Sympatex-Klimamembran.

Dampfstrahler oder Schwamm und Bürste?
Natürlich der Schwamm, denn der schont das Material. Beim Dampfstrahler zieht die Feuchtigkeit überall rein.

Foto: archiv
Heino Büse in jungen Jahren beim Endurorennen.

Das schönste Motorraderlebnis?
Der Gesamtsieg der Sechstagefahrt auf der Isle of Man 1975. Ich war einer von 300 Teilnehmern aus aller Welt.

Natürlich auch das peinlichste?
1977 brach mir die Kickstarterwelle an der Maico im Rahmen der Sechstagefahrt auf der Isle of Man.

Wer legt an Ihrem Motorrad Hand an: die Werkstatt oder nur Sie selbst?
Mein BMW-Händler in Aachen.

Auf welche Schrauberleistung sind Sie besonders stolz?
Der Wechsel der oben erwähnten Kickstarterwelle innerhalb von zehn Minuten. Die normale Arbeitszeit in einer Werkstatt hätte circa zwei Stunden betragen. Das hat sich allerdings ausgezahlt. Schließlich reichte es damit für den Sieg in der Klasse über 500 cm³.

Welcher Motorradheld steht bei Ihnen auf der Poleposition?

Keine Frage – Valentino Rossi.

Was darf bei Ihren Motorradklamotten auf keinen Fall fehlen?
Gute Sicherheitsbekleidung, natürlich ein Helm und der Rückenprotektor.

Und womit würden Sie sich nie auf die Straße trauen?
Ohne Sicherheitsbekleidung.

Wo sind Sie am liebsten unterwegs?

In Andalusien.

Wer muss unbedingt noch hinter Ihnen Platz nehmen?
Niemand.

Und wem würden Sie gerne einmal hinterherfahren?
Ganz ehrlich: keinem.

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