Superbike-WM in Donington Park/GB: RenntagEdwards: ein Sieg, ein Sturz

Donington Park (mro) – Wer sich am heutigen Motorradsport-Marathon-Sonntag trotz besten Wetters die Zeit vor dem Eurosport-Bildschirm genommen hat und nach den Grand Prix-Rennen in Le Mans/F auch das zweite Rennen des Superbike-WM-Laufs in Donington Park/GB live beobachtete, wurde für seine Ausdauer belohnt. Die Viertakt-Spezialisten boten eine spannungsgeladene Show, die von den GP-Stars zumindest heute kaum überboten wurde. Ein Sturz: Honda-Werksfahrer Colin Edwards, Sieger des ersten Rennens. Ein anscheinend sicherer Sieger: Pierfrancesco Chili, in Rennen eins von Edwards knapp geschlagen. Am Ende Ende der Triumph zweier englischer Wild-Card-Fahrer auf englischem Boden, wobei der britische Weltmeister Carl Fogarty verletzt nur am Streckenrand stand, anstatt seine Ducati zu heizen: Neil Hodgson und Chris Walker. Das alles ausgefochten im beinharten Wettbewerb, Mann gegen Mann, Mann gegen Maschine – wer jetzt noch kein Ticket für den deutschen Superbike-WM-Lauf in Hockenheim am ersten Juni-Wochenende hat, ist selbst schuld.
Erst recht, weil neuerdings auch deutsche Piloten in der Superbike-WM mitmischen. MOTORRAD-Testfahrer Markus Barth steuerte die Yamaha R7 des Alpha-Technik-Teams in Donington Park auf die Plätze 18 und 16 – knapp an den ersten WM-Punkten vorbei, bei seinem ersten Rennen in dieser Kategorie. Kurz vor Schluss des zweiten der beiden Rennen in Donington Park war er schon auf Rang 15 gesichtet worden, was für einen WM-Punkt gut gewesen wäre. »Ich hatte schon Platz 13 im Visier«, sagte Barth nach dem Rennen, »aber dann bekam ich Probleme mit der Bremse – diesmal hat's leider nicht geklappt.«
Barths Alpha-Technik-Teamkollegen in der Supersport-WM, Jörg Teuchert und Christian Kellner, mischen weiterhin ganz vorn in ihrer Klasse mit. Teuchert belegte im Rennen Rang drei, Kellner wurde Siebter. In der aktuellen WM-Tabelle liegen die beiden Deutschen auf Platz drei (Teuchert) und Platz vier (Kellner). Teuchert musste für dieses Ergebnis allerdings das Letzte geben, um den Australier Andrew Pitt auf der Kawasaki in Schach zu halten und konnte nach Rennende Asphaltspuren am Ellbogen seiner Lederkombi vorweisen. Beim ersten Lauf zur Superstock-Europameisterschaft, der in Donington Park ebenfalls ausgetragen wurde, holte sich der deutsche Suzuki-Pilot Benny Jerzenbeck als 15. einen EM-Punkt. Markenkollegin Katja Poensgen hatte im Training Platz 17 erreicht, stüzte jedoch im Rennen.

Vollständige Ergebnisse auf der Superbike-WM-Homepage.
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