20.000 Biker beim Motorrad-Gottesdienst in Hamburg

Motorrad-Invasion in der Hansestadt

Hamburg (tde/dpa) – Etwa 20.000 Biker ließen am vergangenen Sonntag nach dem traditionellen Motorrad-Gottesdienst an der Hauptkirche St. Michaelis ihre Maschinen an und fuhren in einem mehrere Kilometer langen Konvoi durch die Innenstadt von Hamburg. Der dröhnende Motorrad-Tross ging auf Kurs in Richtung Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein, wo die Abschlussveranstaltung stattfand. Auf knapp 30 Kilometern Länge sperrte die Polizei die Autobahn A7 eigens für die Teilnehmer des Gottesdienstes. Nach Angaben der Polizei vergingen nach Durchfahrt des ersten Motorrades jeweils rund eineinhalb Stunden, bis auch der letzte Biker vorbei war. Das befürchtete Verkehrschaos blieb aber aus.

Hamburg als Mittelpunkt von Motorrad-Deutschland: 20.000 Biker nach dem traditionellen Gottesdienst im KonvoiFoto: Rehder/dpa
Innerhalb des »Michels« fanden rund 4.000 Besucher Platz - die übrigen Motorradfahrer verfolgten den Gottesdienst über Lautsprecher auf dem Vorplatz der bekanntesten Kirche Hamburgs. Rocksängerin Inga Rumpf begleitete den Gottesdienst mit Gospelsongs. Seit 1983 treffen sich Biker aus ganz Nordeutschland jährlich am Wahrzeichen der Hansestadt, um ihren Glauben kund zu tun. Der Initiator des größten Motorrad-Gottesdienstes Europas, Polizeipastor Reinhold Hintze, verstarb im Februar - ihm galt eine Gedenkminute zu Beginn der Veranstaltung. Zur diesjährigen Feier lud Pastor Erich Faehling. Wie schon sein Vorgänger Hintze gab Faehling den Besuchern auch dieses Jahr mit auf den Weg: »Fahr nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann!«

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