KTM 390 Duke, Honda CB 500 F und BMW G 310 R

Naked Bikes bis 48 PS im Test

KTM 390 Duke, Honda CB 500 F und BMW G 310 R im Vergleichstest.KTM 390 Duke, Honda CB 500 F und BMW G 310 R im Vergleichstest.Neuland: Mit dem in Indien gefertigten, kleinen Einzylinder will BMW weltweit neue Absatzmärkte erschließen. Dort gilt eine 300er als große Maschine, hierzulande bedient die G 310 R die A2-Klasse. Zu den erlaubten 48 PS lässt der Roadster allerdings ordentlich Abstand. Das muss prinzipiell kein Manko sein, im Vergleichstest aber kostet dieser Umstand Punkte.BMW G 310 R im Vergleichstest.37 Bilder

Einsteigen, aufsteigen und nie mehr absteigen wollen – offen A2-taugliche Roadster bieten großen Spaß zum kleinen Taler. Doch bei den Naked Bikes bis 48 PS finden nicht nur Anfänger ihr Glück, wie der Test von KTM 390 Duke, Honda CB 500 F und BMW G 310 R zeigt.

Zack – kurzer Prozess, innen vorbei. Zugegebenermaßen leistet der Diavel-Pilot wenig Widerstand, ist eher mit sich beschäftigt und mit der kniffligen 300-Grad-Linkskurve im winkligen Gekräusel irgendwo zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Während er im Rückspiegel ein episches Duell mit dem Kamm’schen Kreis austrägt, zischt der Testtrupp weiter bergan, steppt fleißig Gänge durch, lässt Motoren singen. Mehr Einsatz fordert sein Kollege auf einer S 1000 R. Akkurater Fahrstil, saubere Linie. Wir aber wollen es wissen, spielen Heimvorteil und nicht zuletzt die spielerische Wendigkeit unserer A2-Flitzer voll aus. 500 Meter weiter ist auch der 160-PS-Bolide kassiert. Kurz darauf muss auch ein engagierter, aber auf seiner 600er-Gixxe etwas angestrengt wirkender Knieschleif-Über einsehen, dass es einfacheres Eisen gibt, um im engen Frostaufbruch-Winkelwerk Meter zu machen. Was zeigt uns diese unterhaltsame Episode aus dem Testalltag?

Erstens: Motorradfahren macht riesigen Spaß, Testen erst recht.

Zweitens: Leistung macht nicht automatisch schnell. Ein leicht fahrbares Gesamtpaket schon deutlich eher.

Drittens: Wer es darauf anlegt, stößt auch mit 34 PS zügig an die Grenzen der Straßenverkehrsordnung.

Schließlich und folgerichtig: Weniger ist häufig mehr. Kleine Flitzer rocken gewaltig. Nicht die Größe entscheidet, sondern wie man das Gerät einsetzt. Dabei wenden sich die von uns gefahrenen Naked Bikes in der A2-tauglichen Klasse bis 48 PS natürlich nicht in erster Linie an Adrenalin-Freaks und übermütige Landstraßenvollstrecker, sondern eher an alle, die noch frisch auf zwei motorisierten Rädern unterwegs sind. Stressfreies Fahrvergnügen, Zugänglichkeit und Beherrschbarkeit – das ist es, was ein gutes Einsteiger-Naked in erster Linie ausmacht, bestenfalls ergänzt um Wirtschaftlichkeit und eine schicke Schale. All dies und mehr bringen die drei Kontrahenten des Vergleichs mit, wenngleich in deutlich unterschiedlicher Gewichtung. Welches der drei Naked Bikes KTM 390 Duke, Honda CB 500 F und BMW G 310 R entscheidet den Vergleichstest für sich?

Den 12-seitigen Vergleichstest von KTM 390 Duke, Honda CB 500 F und BMW G 310 R lest ihr in MOTORRAD 15/2017 oder im Einzelartikel als PDF zum Download (siehe unten).

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